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Von der Schule zum BerufOberbergs Projekt gegen Fachkräftemangel feiert Zehnjähriges

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Ein Auszubildender arbeitet an einem Schaltschrank. (Symbolbild) 

Lindlar/Oberberg – Der Fachkräftemangel und mögliche Maßnahmen, ihm zu begegnen, waren das zentrale Thema bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Auf Metabolon kamen rund 100 Gäste zusammen, um den Geburtstag des Projektes zur Gestaltung des Übergangs von der Schule zum Beruf oder ins Studium zu feiern.

Bildungsprojekt weiter verfeinern und anpassen

Der Standort Metabolon sei sehr passend, da er sehr viel mit Bildung, Ausbildung und Wissenstransfer zu tun habe, so Landrat Jochen Hagt in seiner Begrüßung. Die Umsetzung des landesweiten Projektes KAoA sei in Oberberg dank engagierter Partner gut gelungen. Wichtig sei dabei die zentrale Steuerung durch die Ausbildungsinitiative Oberberg.

Bei allem Erfolg sei es wichtig, dass sich das Projekt den verändernden Prozessen, aber auch der Zielgruppe anpasse. Und bei allen Angeboten, die Schulen, Unternehmen, Handwerk, Universitäten und Einrichtungen machten, komme es entscheidend darauf an, dass die Jugendlichen diese Angebote auch nutzen, so Hagt am Rande der Veranstaltung.

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Das Zehnjährige des Projekts „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wurde in Lindlar gefeiert.

Wie wichtig es ist, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium erfolgreich zu gestalten, verdeutlichte auch Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Er machte deutlich, dass in den nächsten Jahren bis zu 30 Prozent der Fachkräfte in den Ruhestand gingen. Experten warnten vor einer Fachkräfte-Katastrophe, der man mit in Kooperation mit allen Beteiligten begegnen müsse.

Das Land werde eine Fachkräfteoffensive an den Start bringen. Klar sei auch, dass Fachkräfte aus dem Ausland benötigt würden, die Hürden hier seien zu hoch, Deutschland nicht unbedingt attraktiv für ausländische Arbeitskräfte.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen weiter verbessert werden, um insbesondere das Potenzial bei den Frauen besser nutzen zu können. Die Gleichwertigkeit von Ausbildung und Studium sei ein weiterer wichtiger Baustein. Die Schule solle gleichwertig auf alle Chancen des Lebens vorbereiten, so der Staatssekretär, der allen Beteiligten für ihr Engagement dankte.

Studium und Ausbildung bei Firmen in Oberberg möglich

In eingeblendeten Videosequenzen gaben einige Schulleiter, Schüler und Eltern ein Statement ab. Sie lobten das Projekt, forderten aber eine weitere Entwicklung des Projektes. Ein Aspekt, den auch Moderator Michael Sallmann, Leiter der Geschäftsstelle Oberberg der Industrie- und Handelskammer, betonte. Es seien weitere Anpassungen erforderlich, an den werde mit allen Beteiligten gearbeitet.

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Zum Abschluss übergab Jochen Hagt noch vier Schulen nach erfolgreicher Zertifizierung das Berufswahl-Siegel: Der Freien Waldorfschule Oberberg, der Gesamtschule Marienheide, der Sekundarschule Nümbrecht-Ruppichteroth und der Sekundarschule im Walbachtal.