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ProzessauftaktWipperfürther ist seit fast drei Jahren arbeitsunfähig

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Vor dem Kölner Landgericht wird verhandelt.

Köln/Wipperfürth – Er hörte jemanden um Hilfe rufen. Der 49-jähriger Wipperfürther lief hin, um zu helfen, und erlebte eine böse Überraschung. Ein 27-jähriger Wipperfürther, der gerufen hatte, griff den 49-Jährigen an und trat ihm das Knie kaputt. „Du bist der böse Magier von oben. Du hast mich krank gemacht“, soll der Angreifer gesagt haben. Anschließend soll er versucht haben, sein Opfer zu erwürgen.

Doch der Angegriffene konnte die Armschlinge um seinen Hals mit letzter Kraft lösen, woraufhin der Angreifer weglief. Kurz darauf nahm die Polizei den Angreifer fest. Seit Montag steht ein 27-jähriger Azubi aus Wipperfürth vor dem Kölner Landgericht. Die Anklage lautet auf zweifache Körperverletzung sowie gefährliche Körperverletzung „ in einer das Leben gefährdenden Behandlung“, wie es in der Anklageschrift heißt. Die Verhandlung fand nicht öffentlich statt. Wie der Vorsitzende Richter erklärte, habe der Angeklagte die Vorwürfe im wesentlichen eingeräumt.

Angriff mutmaßlich im Wahn

Am 20. Juni 2018 war der 27-Jährige in das Haus eines Ehepaares (67 und 72) in Wipperfürth eingedrungen. Dabei habe er „wie von Sinnen gebrüllt“, wie die Zeugin in ihrer Aussage bekundete, er sagte, dass er todkrank sei und sterben müsse. Dann habe er gefragt: „Bist du schuld, dass ich sterben werde?“ Sie sei auf den Mann zugegangen, er habe ihr kraftvoll, mit der flachen Hand, ins Gesicht geschlagen habe. Er habe auch dem Ehemann, der seiner Frau zur Hilfe kommen wollte, ins Gesicht geschlagen und sich entfernt. Wenige Stunden später kam es dann in einem Wäldchen, hinter dem Haus des 49-Jährigen, zu dem zweiten Angriff.

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Der Mann, dem das Gehen bis heute sichtlich schwerfällt, sagte, dass er den Angeklagten gefragt habe, ob er Hilfe brauche, was bejaht worden sei. Er habe ihn aber nicht gleich entdeckt, bis ihm plötzlich mit voller Wucht vors Knie getreten worden sei: „Ich konnte sofort sehen, dass das kaputt war“, erklärte der Geschädigte. Der 27-Jährige habe sich auf ihn gestürzt und versucht ihn zu erdrosseln: „Er sagte, ich sei Satan, ich sei das Böse, ich müsse sterben.“

Mit letzter Kraft konnte sich der 49-Jährige befreien, der Angreifer floh. Die Folgen für den vierfachen Vater sind tragisch: Bis heute wird er behandelt, kann nur noch kurze Strecken gehen und nicht mehr knien. „Das Knie wird nie wieder werden, wie es mal war“, erklärte der 49-Jährige, der seit nahezu drei Jahren arbeitsunfähig ist. Der Prozess wird fortgesetzt.