Der Park Plietz wird umgestaltet und soll zu einem lebendigen Treffpunkt für viele Gruppen in Lindlar werden.
Aus dem Dornröschenschlaf weckenPark Plietz wird umgestaltet

Der offizielle Spatenstich mit den Vertretern des Isek-Projektes für den Park Plietz im Zentrum von Lindlar.
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Bürgermeister Sven Engelmann und sein Team eilen in diesen Tagen von einem offiziellen Termin zum anderen. Erst die Fertigstellung der Bushaltestelle am Lindlarer Schulzentrum, dann am Mittwoch der erste Spatenstich zur Umgestaltung von Park Plietz, ebenfalls im Rahmen des Städtebauförderprogramms Isek. Am Tag danach dann der Spatentisch zum Neubau eines Nahversorgers in Hartegasse.
Der Park Plietz liege ein wenig versteckt, seine Eingänge seien wenig einladend, sagt Juliane Kopperschmidt vom Planungsbüro BAS, das für die Planungen im Rahmen des Isek zuständig ist. Das soll sich mit dem Umbau ändern: Die Eingänge werden großzügiger und einladender gestaltet, dort werden auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder installiert, die Wege werden ertüchtigt und barrierearm gestaltet, sie erhalten Einfassungen aus Steinen, die beim Umbau am Schulzentrum nicht mehr benötigt werden.
Materialien wieder verwenden
Denn das nachhaltige, zirkuläre Bauen ist ein wichtiger Aspekt des Isek, wie Nicole Mirgeler, Fachleiterin Bauen, Planen, Umwelt der Gemeinde, deutlich mache. Dazu zähle auch, dass die vorhandenen Bänke, so weit noch möglich, aufgearbeitet werden sollen.
Im Park sollten zahlreiche Interessen berücksichtigt werden und viele Gruppen einen Platz finden, machte Bürgermeister Sven Engelmann deutlich. Zu den Nutzern zählen die Anwohner und Lindlarer Bürger, die Kita Spatzennest, Spaziergänger, Hundebesitzer, Jugendliche und die Aktiven von „Essbares Lindlar“, die dort Gemüse anbauen. Spielen, Spazieren, Erholen, Abschalten, aber auch Feiern und Treffen sollen möglich sein.
Viele Interessen berücksichtigt
All die Interessenlagen habe man bei der Planung berücksichtigt, so Engelmann, und den Spielplatz auch inklusiv gestaltet. Er werde auch Kindern mit Handicap zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen und Ausleben von Kreativität bieten. Auch die Ökologie werde bei der Neugestaltung ihren Platz finden. Für das „Essbare Lindlar“ wird es Hochbeete und Mauern aus Grauwacke geben. Dazu soll ein Kurs für alle Interessierten angeboten werden, bei denen sie die Hochbeete und Trockenmauern selbst bauen können. Auch die Kunst soll ihren Platz finden. So sei geplant, den „Mann mit Tablett“ von Künstler Manfred Hamm, der nebenan gewohnt habe, dort aufzustellen.
Ein Barfußpfad ist ebenso vorgesehen wie ein kleiner Kletterparcours aus natürlichen Materialien und ein Sandspieltisch, der auch behindertengerecht ist. Der Bachlauf wird im Park künftig eine zentralere Rolle einnehmen und an einigen Stellen zugänglicher gemacht werden, sodass Kinder dort spielen können. Die Brücke über das Gewässer ist ebenfalls in die Jahre gekommen und muss überarbeitet werden, das Geländer entspricht nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften.
Während der Arbeiten, die in der kommenden Woche starten, muss der Park teilweise geschlossen werden. Wann welche Maßnahmen durchgeführt werden, steht aktuell noch nicht fest. 360.000 Euro wird der Umbau kosten, im nächsten Jahr soll die Erneuerung abgeschlossen sein und der Park wieder allen Gruppen zur Verfügung stehen.
