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2T-GeländeIm neuen Lindlarer Gesundheitscenter ist sogar der Gang in die Eissauna möglich

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Eine Frau steht vor einem großen Gebäude, in dem demnächst ein Gesundheitszentrum eröffnet wird.

Fast am Ziel: Mit dem neuen Health Center Oberberg an der Lindlarer Bismarckstraße erfüllt sich für Sarah Eberz (41) ein Lebenstraum.

Im März öffnet das Health Center Oberberg auf dem Lindlarer 2T-Gelände. Wir verraten, was hinter dem Konzept auf 1400 Quadratmetern steckt.

Es tut sich wieder was auf dem 2T-Gelände an der Bismarckstraße. Im von der Straße aus gesehen hinteren linken Teil der früheren und 1919 erbauten Firmenhallen verlegen Arbeiter frischen Estrich und neue Kabel, in dieser Woche fahren dort kontinuierlich Lastwagen mit im wahrsten Sinne schwerer Fracht vor: Sie haben mehrere Dutzend Fitnessgeräte und etliche Hanteln geladen, natürlich inklusive allerlei Gewichtsscheiben. Das Krafttraining ist nämlich ein Baustein des Health Center Oberberg, das am Sonntag, 1. März, zum ersten Mal seine Türen öffnen wird.

„Soft Opening“ am 1. März auf dem 2T-Gelände in Lindlar

Die Chefin des neuen Gesundheitszentrums ist Sarah Eberz, 41 Jahre jung und eigentlich in Gummersbach-Berghausen zu Hause – in diesen Tagen aber praktisch rund um die Uhr auf der Baustelle hinter der historischen Bruchsteinfassade in Lindlar unterwegs. Hier müssen Lampen an die Decke, dort noch ein Stückchen gefliest werden und die große Empfangstheke steht auch noch nicht.

Fix und fertig werden alle Details auf 1400 Quadratmetern bis zum ersten Gast ohnehin nicht, der 1. März ist bewusst als Termin für ein sogenanntes „Soft Opening“ gewählt. Heißt: Gerätetraining, Physiotherapie, Fußpflege und die Saunen sollen dann startklar sein, anschließend wird das Angebot stückchenweise erweitert. Ab dem 1. April läuft zum Beispiel die Küche warm, ab Mai steht die Kinderbetreuung und Anfang 2027 folgt dann das Schwimmbecken für die Hydrotherapie – die Grube ist bereits gut erkennbar.

Blick auf einen Raum, in dem ein Handwerker gerade die Lampen montiert.

Wo ab dem 1. März geschwitzt wird, sind momentan noch die Handwerker fleißig.

Angebot ist ein gutes Stichwort: Die Geräte decken alle klassischen Übungen ab, obendrein gibt es eine „Strongman-Ecke“ für Leistungsorientierte, die besonders starke Muskeln formen wollen – eine klassische Muckibude wird das Gesundheitszentrum aber nicht. Genauso wenig wie eine reine Praxis für Physio- oder Wassertherapie, die Fußpflege oder Krankengymnastik. Das ehrgeizige Format will an der breiten Gesundheitsfront zum Generalangriff ansetzen und so gut wie alle Aspekte abdecken.

Bald 16 Festangestellte und diverse Honorarkräfte in Lindlar

Diesen Anspruch hat sich Sarah Eberz nicht zuletzt selbst gesetzt, Anstoß war eine sehr persönliche Geschichte: Die Mama starb sehr früh. „Spätestens da habe ich gemerkt, dass unser Gesundheitssystem mit seinen klassischen Behandlungen oft an seine Grenzen stößt. Mein Ziel ist ein umfassendes Spektrum an Gesundheits- und Schulungsangeboten, die dann individuell abgestimmt werden“, erklärt die Geschäftsführerin, die für ihren Traum sogar den sicheren Job im Schuldienst aufgab. Seit vergangenem Mai ist die frühere Oberstudienrätin keine Beamtin mehr, sondern demnächst Chefin über 16 Festangestellte und diverse Honorarkräfte.

Spätestens da habe ich gemerkt, dass unser Gesundheitssystem mit seinen klassischen Behandlungen oft an seine Grenzen stößt. Mein Ziel ist ein umfassendes Spektrum an Gesundheits- und Schulungsangeboten, die dann individuell abgestimmt werden.
Sarah Eberz über das Konzept des Health Centers Oberberg

Aus den vielen Möglichkeiten das eine Highlight herauszustellen, ist unmöglich. Am ehesten verdient es die sogenannte Cryobox, eine Kältesauna mit minus 85 Grad Betriebstemperatur, in der es sich Schmerzgeplagte für bis zu vier Minuten gemütlich machen können. Vor allem Wettkampfsportlern verspricht der Gang in die Eiseskälte eine schnellere Regeneration. Wer dagegen ein paar Pfund zu viel auf den Rippen hat, ist bei der Ernährungsanalyse und -beratung richtig. Wie in der Praxis gesund gekocht wird, ist im Bistro gleich um die Ecke zu erfahren.

Sogar eine Fitness-Safari steht in den Startlöchern: Dahinter steckt das Ajambow-Konzept, ein etwa armlanges und wassergefülltes Fitnessgerät, mit dem zu afrikanischen Melodien trainiert wird – aktuell der neueste Schrei in der Fitnessbranche. Auch das hat Sarah Eberz geschickt eingefädelt: Das Health Center Oberberg besitzt für mindestens ein Jahr die exklusive Ajambow-Lizenz für den Postleitzahlbereich 51.


Das Health Center Oberberg öffnet am Sonntag, 1. März, um 10 Uhr, auf dem 2T-Gelände an der Bismarckstraße in Lindlar. Das Gebäude befindet sich neben der 2T-Kletterhalle. Ausführliche Informationen zu den Angeboten und Behandlungen finden sich bereits auf der Homepage des neuen Gesundheitszentrums.

www.hc-oberberg.de