KlavierfestivalDer Pianist Colin Pütz  zählt zu den Besten

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Das Foto zeigt den Pianisten Colin Pütz

Der Pianist Colin Pütz.

Erst 19 Jahre alt ist Colin Pütz, Teilnehmer des Meisterkurses beim Klavierfestival Lindlar. Der junge Pianist ist ein Ausnahmetalent.

„Technisch brillant und mit einer Ausdruckskraft von berührender Natürlichkeit“ – so überschwänglich lobt der berühmte Pianist Rudolf Buchbinder einen jungen Kollegen. Die Worte gelten Colin Pütz, geboren 2007 in Bergisch Gladbach, wohnhaft in Niederkassel und Student an der Hochschule für Musik in Köln.

Derzeit nimmt er – bereits zum dritten Mal – am Internationalen Klavierfestival in Lindlar teil und holt sich dort, im Meisterkurs bei Falko Steinbach, den letzten Schliff. „Colin ist einer der besten jungen Pianisten überhaupt“, freut sich der Festivalleiter über seinen Ausnahmeschüler.

Erster Klavierunterricht mit fünf oder sechs

Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt der 19-Jährige, wie alles begann. „Mit fünf oder sechs Jahren habe ich ersten Klavierunterricht bekommen, nachdem ich vorher schon gerne auf einem Xylofon herumgeklimpert habe.“ Schnell stellten sich Fortschritte ein, Colin Pütz nahm erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil.

Mit 13 Jahren sorgte der junge Musiker, dessen Großeltern väterlicherseits in Morsbach leben, erstmals bundesweit für Schlagzeilen. Für den ARD-Spielfilm „Der junge Beethoven“, der am 25. Dezember ausgestrahlt wurde, schlüpfte Colin in die Rolle des genialen Musikers und spielte auf Hammerklavier, Cembalo und Orgel. Einer seiner Schauspielerkollegen war Tobias Moretti.

Technisch brillant und mit einer Ausdruckskraft von berührender Natürlichkeit
Pianist Rudolf Buchbinder über Colin Pütz

Auch Stardirigent Cristian Macelaru hält große Stücke auf Colin Pütz. Mit gerade einmal 14 Jahren übernahm er den Solopart in Chopins 2. Klavierkonzert, das er mit dem WDR-Sinfonieorchester und dann mit dem Orchestre National de Radio France aufführte.

Seit 2025 studiert Pütz an der Kölner Musikhochschule bei Florence Millet, die schon selbst im Rahmen der Lindlarer Festivals aufgetreten ist. Das Studium umfasst Musiktheorie, vor allem aber Arbeit am Instrument. Zusätzlich übt der 19-Jährige jeden Tag drei bis vier Stunden. „Ich wohne noch bei meinen Eltern in Niederkassel, was auch den Vorteil hat, dass wir zu Hause einen sehr guten Flügel stehen haben.“

Zum dritten Mal in Lindlar

2024 nahm er erstmals am Meisterkurs in Lindlar teil. „Ich habe einfach geschaut, was es in der näheren Umgebung noch gibt.“ Von Falko Steinbach lerne er sehr viel, sagt Colin Pütz, „Falko ist ein wunderbarer Pädagoge. Er erklärt mir, wo ich stehe und wie ich mich verbessern kann.“ Was Pütz an Lindlar außerdem schätzt, ist der Austausch mit anderen Musikerinnen und Musikern.

Im Rahmen des diesjährigen Festivals hatte Colin Pütz bereits mehrere kleinere Auftritte. Am kommenden Donnerstag, 30. Juli, wird er in der Halle 32 in Gummersbach einen Soloabend bestreiten, mit Werken von Schubert und Chopin. „Neben Beethoven sind das meine Lieblingskomponisten.“

Klavier üben und spielen kann eine einsame Tätigkeit sein. Colin Pütz stört das nicht. „Einsamkeit kann auch schön sein. Wenn man alleine spielt, dann hat man alles selbst in Hand. Außerdem spiele ich ja auch zusammen mit anderen Musikern Kammermusik.“ Auch in seiner Freizeit dreht sich bei dem 19-Jährigen fast alles um die Musik. „Ich gehe gerne in die Oper, in Konzerte und höre mir symphonische Werke an.“ Was seinen Musikgeschmack angeht, so hat Colin Pütz klare Vorlieben: „Nur klassische Musik.“

Wenn dann noch Zeit übrig bleibt, wandert er gerne in der Natur, um Energie zu tanken. Auf seiner professionell gestalteten Internetseite gibt es weitere Informationen zu Colin Pütz, einschließlich Links zu Hörbeispielen.