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JubiläumDas Schmuckkästchen von Schmitzhöhe in Lindlar lebt weiter

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Hans-Alo Höller und seine Frau Marlene in „ihrem“ Schmuckkästchen, der St. Rochus- und St. Sebastianus-Kapelle in Lindlar-Schmitzhöhe.

Das Ehepaar Marlene und Hans-Alo Höller kümmert sich um die Kapelle in Schmitzhöhe.

Engagierte Gemeindemitglieder halten die Kapelle St. Rochus und St. Sebastianus in Lindlar lebendig.

Es ist wesentlich dem Engagement des damaligen Lindlarer Pfarrers Werner Mutig zu verdanken, dass es die Kapelle St. Rochus und St. Sebastianus in Schmitzhöhe heute überhaupt noch gibt. Denn in den 1970er Jahren, nachdem nebenan einige Jahre zuvor die große Pfarrkirche St. Sebastianus gebaut worden ist, war die kleine Kapelle eher eine Rumpel- und Abstellkammer geworden. „Pfarrer Mutig hat dann die Renovierung in Angriff genommen, was allerdings in der Konsequenz auch nicht zu mehr Nutzung führte“ sagt Hans-Alo Höller. Zusammen mit seiner Frau Marlene kümmert er sich heute federführend um die Kapelle, die er liebevoll als „Schmuckkästchen auf Schmitzhöhe“ bezeichnet.

Das ist relativ einzigartig, normalerweise sind katholische Kirchen und Kapellen mit dem Altar nach Osten gebaut
Hans-Alo Höller über die Ausrichtung nach Westen

Hans-Alo Höller ist familiär sehr eng mit der Kapelle verbunden, da sein Großvater in der Zeit von der Grundsteinlegung am 14. Oktober 1923 bis zur feierlichen Weihe am 20. Januar 1926 beim Bau mitgearbeitet hatte. „Das Geld dafür ist damals durch Spenden aus der Gemeinde zusammengekommen, das Erzbistum hat nur die Genehmigung erteilt“, sagt er.

Es ist nicht die erste Kapelle in Schmitzhöhe. Schon im 17. Jahrhundert wurde eine Pestkapelle gebaut – von den Überlebenden der Seuche – und den Pestheiligen Rochus und Sebastianus geweiht. Im Rahmen des Neubaus der Kapelle wurde das alte Gotteshaus abgerissen.

Heute wird die Kapelle wieder regelmäßig von den Schmitzhöhern genutzt. „Mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten im Jahr 1979 ist die Kapelle wieder in Betrieb genommen worden, immer wieder werden kleine Gottesdienste für Besuchergruppen gefeiert, sie steht zudem als Hochzeits-Kapelle zur Verfügung“, erläutert Hans-Alo Höller.

Eine Besonderheit der Kapelle ist ihre Ausrichtung – wie auch schon die Vorgängerin ist sie nämlich nach Westen ausgerichtet. „Das ist relativ einzigartig, normalerweise sind katholische Kirchen und Kapellen mit dem Altar nach Osten gebaut“, sagt er.

Zusammen mit seiner Frau sorgt Hans-Alo Höller dafür, dass das Schmuckkästchen in Schuss bleibt. „Meine Frau ist Aushilfsküsterin in St. Sebastianus, wir kümmern uns außerdem gemeinsam um die Kapelle, solange wir das eben können“, sagt er. Die Kapelle kann besucht werden, jeden Freitag findet um 9 Uhr eine Rosenkranzandacht statt, an jedem ersten Freitag des Monats, dem Herz-Jesu-Freitag, wird eine Heilige Messe gefeiert – mit einem anschließenden Gemeindefrühstück im Pfarrsaal von St. Sebastianus. Eine schöne Verbindung der beiden Gotteshäuser sowie eine gute Gelegenheit, das Gemeindeleben zu pflegen.