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Rhein BergAusflugstipps für den Tag des offenen Denkmals

3 min
Man sieht die entkernte Halle von innen.

Die Halle der Speisewasseraufbereitung des ehemaligen Kraftwerks der Papierfabrik Zanders wird zu einem ungewöhnlichen Veranstaltungsort.

Ein Highlight am 13. September sind geführte Rundgänge mit vielen Infos durch das frühere Kraftwerk der Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach.

Am Sonntag, 13. September, locken zahlreiche Angebote zum Tag des offenen Denkmals – auch in Bergisch Gladbach und Kürten gibt es abwechslungsreiche Veranstaltungen.

In Bergisch Gladbach steht das Kraftwerk der ehemaligen Papierfabrik Zanders von 11 bis 18 Uhr im Mittelpunkt (Zugang über An der Gohrsmühle). Das zwischen 1930 und 1931 nach Plänen des Architekten Dominikus Böhm errichtete Gebäude war jahrzehntelang das technische Herz des Werks und versorgte die Papierproduktion mit Strom und Dampf. Besucher können das Kraftwerk bei Rundgängen, Vorträgen und Ausstellungen laut Stadt aus einer „neuen Perspektive“ kennenlernen und vieles über seine historische Bedeutung, seine Funktion und mögliche zukünftige Nutzungen erfahren.

Studierende stellen Arbeiten zur Zukunft des Gebäudes vor

Im Außenbereich gibt es am Sonntag Kaffee und Kuchen sowie kleine Speisen und Getränke. Zum Tag des offenen Denkmals werden zwei ebenerdige Gebäudeteile zu außergewöhnlichen Veranstaltungsorten: In der Halle der Speisewasseraufbereitung, in der zu Produktionszeiten das Wasser unter anderem durch Filtration und Enthärtung für die Dampferzeugung aufbereitet wurde, erwartet die Besucher eine Ausstellung. Verschiedene Stationen informieren dabei über die Geschichte des Kraftwerks und seine Bedeutung als Energiezentrale der Papierfabrik sowie über Zukunftsperspektiven. Studierende stellen ihre Arbeiten zur Zukunft des Gebäudes vor.

Prof. Dr. Daniel Lohmann, Professor für Architekturgeschichte und Entwerfen an der TH Köln, widmet sich in einem Vortrag am Beispiel des Zanders-Kraftwerks der Frage, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, das industrielle, aber auch gesellschaftliche Erbe zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen. Der Vortrag findet um 13 Uhr und 15 Uhr statt.

Über den Tag verteilt finden Rundgänge durch die Kessel- und Turbinenhalle statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rundgänge starten stündlich an einem ausgeschilderten Treffpunkt, sobald sich eine Gruppe von cirka 20 Personen gebildet hat. Die Teilnahme ist nur mit festem Schuhwerk möglich. Die Rundgänge sind nicht barrierefrei. Kinder können ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.

In Kürten wird ein neu entdeckter Grabstein vorgestellt

In Kürten-Olpe ist die alte Gaststätte Olper Hof von 11 bis 16 Uhr geöffnet, der Schankraum kann besichtigt werden, bekannt auch als Drehort der Serie „Mord mit Aussicht“. Gemeinde, Bürger-Interessen-Gemeinschaft Olpe und Geschichtsverein sind vor Ort. In einer Ausstellung wird ein neu entdeckter historischer Grabstein vorgestellt; auch eine Bergische Trachtenmütze ist zu sehen.

Ludger Breick aus dem Kirchenvorstand bietet drei Führungen durch die neugotische Pfarrkirche St. Margaretha an, begrenzt auf jeweils zwölf Personen. Die Führungen beginnen um 11.30, 12.30 und 13.30 Uhr. Teilnehmende sollten trittsicher sein, festes Schuhwerk ist Voraussetzung. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Natur- und Landschaftsführer Jörg Küster bietet eine rund einstündige Führung durch den historischen Ortskern an, ein Angebot für die ganze Familie. Die Teilnahme ist auch hier kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Wie bei der Kirchenführung werden die Plätze in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

Burkhard Reher, ADFC-Mitglied und Mitglied im Geschichtsverein, nimmt Interessierte mit auf eine rund 15 Kilometer lange E-Bike-Radtour rund um Olpe, 320 Höhenmeter müssen überwunden werden. Teilnahme auch hier kostenlos, eine   Anmeldung per E-Mail erforderlich.

Das Anmeldeformular für Kirchenführung, für Wanderung und E-Bike-Tour ist auf der Internetseite der Gemeinde Kürten zu finden.