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Mit Ideen und BegeisterungSandra Badelt ist seit 100 Tagen Chefin des Lindlarer Freilichtmuseums

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Einer der Lieblingsplätze von Sandra Badelt im Freilichtmuseum ist der Archegarten.

Einer der Lieblingsplätze von Sandra Badelt im Freilichtmuseum ist der Archegarten.

Seit 100 Tagen ist Sandra Badelt jetzt Chefin des LVR-Freilichtmuseums Lindlar, Zeit für eine erste kurze Bilanz.

Am 1. Juni hat die 53-Jährige die Nachfolge von Michael Kamp übernommen, der 22 Jahre lang die Geschicke des Museums gelenkt hat und in den Ruhestand ging. Zeit für eine erste kurze Bilanz.

Beim Freilichtmuseum habe es bei ihr zweimal „Klick“ gemacht. Zum ersten Mal, als sie das Museum besucht habe. Es sei einfach schön und die Umgebung traumhaft, dazu komme die große Vielfalt, die ökologische Ausrichtung und das große Potenzial. Zum zweiten Mal klickte es, als sie die Bewerbung für die Museumsleitung schrieb. „Dabei habe ich gemerkt, wie viele Idee ich schon habe und ich mich für das Museum begeistere“, berichtet sie. Und diese Begeisterung ist ihr anzumerken.

Viel Museumserfahrung

Badelt, die 1973 in Essen geboren wurde, hat nach ihrem Studium der Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum in verschiedenen Kultureinrichtungen gearbeitet, unter anderem als Ausstellungsleiterin am Düsseldorfer Kunstpalast. Die vergangenen sieben Jahre war sie als Mitglied im Direktorium des Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, tätig.

Für ihr neues Amt bringt sie daher viel Erfahrung und viele Kontakt mit. Die Zusammenarbeit und der Austausch der Museen werden angesichts der knapper werdenden Mittel zunehmend wichtiger. Und das beschränke sich nicht nur auf die LVR-Museen, etwa das Freilichtmuseum in Kommern, das sie auch mehrfach besucht habe.

Zusammenarbeit mit anderen Museen

In den ersten hundert Tagen haben sie zahlreiche Mitarbeitergespräche geführt, rund 40 Mitarbeitende gibt es im Museum, dazu kommen noch viele Ehrenamtler, von den Kuchenfrauen bis Eisenbahnern. Die Zusammenarbeit mit den Teams liege ihr besonders am Herzen. Und auch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein, der mit seinen aktiven Mitgliedern und seinen Finanzen viele Dinge im Museum erst möglich gemacht habe. Sie habe das Museum und seine zahlreichen Gebäude intensiv kennengelernt, auch die verschiedenen Gärten. Ein besonderer Platz ist für sie der Archegarten, wo alte Gemüsesorten und Zierpflanzen angepflanzt und gehegt werden. Vor allem aber werden ihre Samen gesammelt und weiter verteilt, damit die alten Sorten erhalten blieben. Garten- und Kulturpflanzen gehegt

Ganz wichtig ist Badelt, dass das Museum und sein Angebot relevant für die Menschen bleibt. „Wir wollen an die Lebensrealität der Menschen anknüpfen. Kreative Formate sollen entwickelt und genutzt werden, um Bildung und Wissen an die entsprechenden Besucher zu vermitteln“, beschreibt sie eines ihrer Ziele. Dazu sollen auch mehr Veranstaltungen dienen. Den erforderlichen Platz werde künftig die Notkirche aus Ratingen, die unweit des Nordeingangs wieder aufgebaut wird, bieten. Sie soll über Platz für 80 bis 100 Personen verfügen. Dazu kommt noch die Zollinger Halle, die gegenüber vom Nordparkplatz auf der freien Wiese errichtet wird.

Die von ihrem Vorgänger Kamp in die Wege geleiteten Baumaßnahmen sollten in jedem Fall fortgeführt und umgesetzt werden. Bei weiteren Neubauten müsse man genau hinschauen, was im Hinblick auf den begrenzten Platz noch möglich sei.