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Vom Müll zum RohstoffBav feiert 50. Geburtstag auf Metabolon

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Zwei Mülltonnen auf der Spitze des Kegels symbolisieren den Wandel vom Müll zum Rohstoff, von der Abfallentsorgung zur Ressourcenwirtschaft.

Zwei Mülltonnen auf der Spitze des Kegels symbolisieren den Wandel vom Müll zum Rohstoff, von der Abfallentsorgung zur Ressourcenwirtschaft.

50 Jahre wird der BAV alt und er feiert das Jubiläum mit einem Erlebnistag auf Metabolon, der den Wandel vom Müll zum Rohstoff verdeutlicht.

50 Jahre wird der Bergische Abfallwirtschaftsverband (Bav) alt und er feiert das mit einem Erlebnistag am Sonntag, 6. September, auf Metabolon, Am Berkebach 1, in Lindlar. Es war ein halbes Jahrhundert mit einem großen Wandel und einer in den letzten 15 Jahren schnellen Entwicklung. Wichtiger Motor dieser Entwicklung ist Bav-Geschäftsführerin Monika Lichtinghagen-Wirths. Seit 2003 verantwortet sie die Geschicke des Bav.

Gegründet wurde der Bav 1976 von dem Oberbergischen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis als Abfallbeseitigungsverband, um die Abfallversorgung in der Region sicherzustellen. Zur Entsorgung wurde 1982 nach zweijähriger Bauzeit die Zentraldeponie Leppe in Betrieb genommen. Geplant wurde mit 45 Hektar Fläche und einem jährlichen Abfallaufkommen von 250.000 Tonnen. 1990 werden 21 Abfallberater eingestellt, die das Bewusstsein für Abfallvermeidung und -sortierung stärken sollen.

Bav übernimmt die Abfallentsorgung in immer mehr Kommunen

Zwei Sortieranlagen für Bauschutt und Baumischabfälle gehen in Betrieb, ein Jahr später kommt die Kompostieranlage dazu. 1993 folgt die Kooperation mit der Müllverbrennungsanlage Leverkusen. 1998 startet die kombinierte Vergärungs- und Kompostieranlage. 2001 übertragen Engelskirchen und Hückeswagen die Entsorgung auf den Bav. Im Laufe der Jahre folgen weitere Kommunen, mittlerweile entsorgt der Verband den Abfall in 13 Kommunen.

2004 entstehen die ersten Konzepte für Metabolon. 2007 startet die Testphase für den außerschulischen Lernort. 2011 wird Metabolon eröffnet, auch das Bergische Energie- und Ressourcenzentrum ist fertig. Das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ startet. Weitere Höhepunkte sind das Lehr- und Forschungszentrums der TH Köln (2017) und das zdi-Schülerlabor. 2024 folgt das Pilotprojekt Bergische Rohstoffschmiede, der Förderbescheid über 12,4 Millionen Euro kommt 2025 und in diesem Jahr gab es die Förderung für Skybolon, einem Erlebnispfad auf der Kegelspitze.

Internationales Vorzeigeprojekt

Und das ist nur ein kleiner Auszug der rasanten Entwicklung im Wandel vom Abfall zum Sekundärrohstoff und zur Ressourcenwirtschaft, von der Mülldeponie Leppe hin zum Innovations – und Forschungszentrum mit internationaler Bedeutung. Beim Erlebnistag können sich die Besucher einen Eindruck von diesem Wandel und dem Standort Metabolon verschaffen.


Erlebnistag

Zum Auftakt des Erlebnistages am Sonntag, 6. September, auf Metabolon gibt es um 11 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst. Im Anschluss öffnen die Ausstellerstände und Gastronomieangebote auf dem Gelände.

Bei Führungen erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die technischen Anlagen und haben zudem die Möglichkeit, den Deponiekegel zu erklimmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch im Bergischen Energie- und Ressourcenzentrum auf Metabolon finden sich kostenfreie Energieberatungen sowie die „Straße der Experimente“, die insbesondere Kinder dazu einlädt, unterschiedliche Themen an verschiedenen Mitmachstationen zu entdecken.

Mit der TH Köln und der Bergischen Rohstoffschmiede werden zudem die Demonstrationshäuser auf dem Standort ins Programm eingebunden. Im Mittelpunkt steht das Thema „Zirkuläres Bauen“. Mithilfe von VR-Brillen können die Besucherinnen und Besucher   Experimente zur Raumwahrnehmung erleben.

Ab 13.30 Uhr startet ein Bühnenprogramm mit Tanz- und Musikbeiträgen. Um 16 Uhr geht der Bergische Erlebnistag nahtlos in die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Bav über. Mit dem Beginn der Jubiläumsfeier schließen die Ausstellerstände und die Kinderbelustigung. Der Eintritt ist kostenfrei.

Ein Pendelbus fährt ab dem Lindlarer Busbahnhof sowie ab Engelskirchen vom Parkplatz des Gymnasiums in Richtung Metabolon. Weitere Infos dazu gibt es online. (kpo)