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VeranstaltungenGedenken an NS-Opfer in Nümbrecht und Gummersbach

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Die beiden Bilder zeigen Shai Hod links und seinen Großvater Jakob Rosenboim rechts.

Shai Hod (l.) ist als Reservist momentan für die Sicherheit in Nümbrechts israelischem Partnerkreis Mateh Yehuda zuständig. In Nümbrecht spricht er über seinen großvater, den Künstler Jakob Rosenboim (r.). 

Vortrag im Nümbrechter Rathaus über den jüdischen Künstler und Auschwitz-Überlebenden Jakob Rosenboim.

Am Dienstag, 27. Januar, findet am „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ im Rathaus-Foyer in Nümbrecht ab 18 Uhr eine Veranstaltung statt. Das teilt die Gemeinde Nümbrecht mit.

Als Gast begrüßen die Veranstalter – der der Freundeskreis Nümbrecht/Mateh Yehuda und die Gemeinde Nümbrecht – den Sicherheitsbeauftragten im israelischen Mateh Yehuda, Shai Hod. „Er war und ist nicht nur für die Sicherheit in Mateh Yehuda zuständig, er ist auch involviert in die Traumabewältigung der Opfer des Hamas Überfalls und ihrer Familien, wie der Familie Louk“, so die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Zur Erinnerung: Ricarda Louk, Mutter von Shani Louk, hatte Nümbrecht im November besucht.

Aus Rosenboims Leben

Shai Hod ist als Reservist in seiner Heimat für die Sicherheit zuständig – und er ist selbst Enkel eines Auschwitz-Überlebenden, nämlich des bekannten israelischen Künstlers Jakob Rosenboim (1924-2015). Damit ist er Vertreter der sogenannten „zweiten (und dritten) Generation“, die mit dem Trauma von Auschwitz als Erbe leben und umgehen müsse, schreibtdie Gemeinde.

Hod wird in Nümbrecht das Leben seines Großvaters sprchen: Rosenboim stammte gebürtig aus der nordost-polnischen Stadt Suwalki. Nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde seine Familie in einem Viehwaggon in das Ghetto Lukow deportiert. Von dort floh er als Jugendlicher, wurde später von deutschen Truppen aufgegriffen. Er überlebte Auschwitz, Oranienburg und einen Todesmarsch, erreichte über einen Aufenthalt und Studium in Rom dann Israel, wo er neben seiner Arbeit bei der Jerusalemer Polizei intensiv malte.

Auch in Gummersbach gibt es bereits am Samstag, 24. Januar, von 11 bis 14 Uhr vor der Alten Vogtei, Kaiserstraße 19, einen Infostand des Vereins „Unser Oberberg ist bunt – nicht braun“. Von 12 bis 13 Uhr gibt es dort eine öffentliche Lesung von Gedichten der jüdischen Autorin Ilse Weber. Jeder kann sich beteiligen, einen Weber-Text aussuchen und vortragen. Eine Sammlung der Gedichte findet sich online hier.

Der Gedenktag wurde 1996 anlässlich des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau offiziell vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum nationalen Gedenktag erklärt. Seitdem findet im Oberbergischen Kreis in Nümbrecht jedes Jahr zum 27. Januar eine Gedenkveranstaltung statt, die vom Freundeskreis Nümbrecht-Mateh Yehuda und der Gemeinde Nümbrecht gestaltet wird.