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LandesligaFußballer aus Nümbrecht und Wiehl ziehen Bilanz und blicken auf die neue Saison

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Spielszenen aus dem Fußball

Für den SSV Homburg-Nümbrecht bedeutete das Derby gegen den FV Wiehl das erste Heimspiel in der Landesliga-Saison 2025/26.  

Der SSV Nümbrecht und der FV Wiehl, die beiden oberbergischen Dauerbrenner in der Landesliga, haben ihre Planungen für die neue Saison weitestgehend abgeschlossen und genießen die fußballlose Zeit. Wir blicken noch einmal auf die vergangene Spielzeit zurück und richten den Blick nach vorne. In der nächsten Saison kommt mit dem SV Schönenbach eine weitere oberbergische Mannschaft hinzu.

Fünf Nümbrechter Auswärtsspiele zu Saisonbeginn

SSV Nümbrecht (6. Platz, 45 Punkte). Durch den Umbau der Sportanlage startete der SSV mit fünf Auswärtsspielen in die Saison, aus denen das Team von Marcus Voike acht Punkte holte. Das erste Heimspiel war der 4:2-Derbysieg gegen den FV Wiehl. Bis dato hatten die Nümbrechter noch unmittelbare Tuchfühlung zur Tabellenspitze, anschließend fehlte die Konstanz. „Durch die vielen Ausfälle mussten wir immer wieder umstellen und dann fehlte uns auch irgendwann die Qualität“, erklärt Voike.

Nach der Hinrunde rangierte der SSV zwar mit 23 Punkten auf Platz vier, allerdings elf Punkte hinter Herbstmeister Neunkirchen-Seelscheid. Neben den Langzeitverletzten Moritz Becker und Fritz Schäfer summierten sich die Ausfälle, und das sollte sich in der Rückrunde fortsetzen: „Es war ein Wellenritt in der Saison und vor allem offensiv gingen uns die Optionen aus.“

Es war ein Wellenritt in der Saison und vor allem offensiv gingen uns die Optionen aus.
SSV-Trainer Marcus Voike über viele Ausfälle in der Saison

Am Ende der Saison kam der SSV auf 63 Tore, 14 weniger als in der Saison zuvor. Torgaranten wie Robin Brummenbaum oder Kilian Seinsche fielen lange aus oder suchten ihre Form. Zum Saisonfinale verletzte sich auch noch Top-Torschütze Dean Paes (11 Tore). „Daran müssen wir arbeiten“ so Voike, der eine gute Balance zwischen stabiler Defensive und gefährlicher Offensive haben möchte. Zudem fiel auf, dass der SSV in Spielen mit vielen Ballbesitzphasen zu wenig spielerische Lösungen fand. Dennoch zeigte sich Voike mit seiner ersten Saison zufrieden: „Natürlich gibt es Luft nach oben, aber wir sind zufrieden. Zudem haben wir den Pokal gewonnen und die Reserve erfolgreich unterstützt.“

Nümbrecht erwartet noch stärkere Landesliga

Für die neue Saison erwartet Voike eine „deutlich stärkere“ Landesliga, in der man sich noch mehr strecken müsse: „Einige Teams rüsten noch einmal mächtig auf.“ Hinzu kommen die starken Aufsteiger. Der SSV-Kader wird ein kleines Facelifting erhalten. Mit Michael Ojesamni (21) kommt ein Stürmer vom SC Rheinbach, der bereits in der Mittelrheinliga Tore geschossen hat. Jan Geue (24) wechselt vom SV Leuscheid zum SSV und ist ebenfalls eine Option für die Offensive.

Mit Collins Ihekaire (FV Wiehl) verstärkt ein schneller Außenspieler das Team, der sowohl defensive als auch offensive Akzente setzen kann. Von den Sportfreunden Siegen kommt Ex-Profi André Dej. Der 34-Jährige soll als spielender Co-Trainer im Mittelfeld die Fäden ziehen und den Takt vorgeben. Den zweiten Co-Trainerposten übernimmt Malte Klein, der vom B-Ligisten BV 09 Drabenderhöhe kommt. Der bisherige Co-Trainer Fabian Förster übernimmt den Posten des Teammanagers.

Mitte Juli beginnt in Nümbrecht die neue Spielzeit

Verlassen haben den Club Julian Schoepe, Marvin Hennecken (beide TuS Marialinden), Mike Großberndt (hört auf) und Robin Brummenbaum (Spielertrainer Reserve). Finley Friedrichs wird beruflich kürzer treten und ebenfalls in die Zweite rücken. Der SSV startet am 16. Juli in die Vorbereitung.

FV Wiehl (11. Platz, 30 Punkte). Der Saisonstart des FV Wiehl ging mit null Punkten aus den ersten sechs Spielen gründlich in die Hose. Dennoch war die Last-Minute-Derbyniederlage nach 2:1-Führung in Nümbrecht eine Art Wendepunkt. In der Woche drauf holte das Team von Trainer Sascha Mühlmann den ersten Punkt gegen Marialinden und bis zum Winter weitere 14. Trotz der Niederlagenserie zum Saisonstart blieben die Verantwortlichen, entgegen der sonstigen Gepflogenheiten im leistungsorientierten Fußball, ruhig und ließen Trainer und Mannschaft wie gewohnt weiterarbeiten.

Ich teile die Saison in drei Phasen ein. Der schwache Start, das starke zweite Drittel und das etwas durchwachsene letzte.
FV-Coach Sascha Mühlmann zieht Bilanz

Diese Kontinuität sollte sich auszahlen. „Ich teile die Saison in drei Phasen ein. Der schwache Start, das starke zweite Drittel und das etwas durchwachsene letzte“, so Mühlmann, der bis zum 25. Mai zittern musste. Durch den 3:2-Sieg gegen Flittard war der Klassenerhalt so gut wie geschafft: „Auf diesem Spiel lag unser Fokus und da sind alle Spieler noch mal an ihre Grenzen gegangen.“

Die offensiven Unterschiedsspieler Justus Dabringhausen und Jan Peters stellten sich trotz Verletzungen in den Dienst der Mannschaft. „Auch wir hatten die ganze Saison durchgehend mit Ausfällen zu kämpfen, die wir nicht immer kompensieren konnten“, so Mühlmann, der über Monate auf Leistungsträger wie Alexander Marks, Louis Usko, Kevin Derksen oder Rene Gailowitz verzichten musste. „Dafür haben es die Jungs wirklich gut gemacht“, so Mühlmann, der dennoch Verbesserungspotenzial sieht: „Wir haben zuletzt defensiv zu viele einfache Fehler gemacht und offensiv brauchen wir mehr Durchschlagskraft.“

Justus Dabringhausen bleibt den Wiehlern treu

Die positive Meldung des Sommers ist, dass der stark umworbene Stürmer Justus Dabringhausen (21) auf der Eichhardt bleibt. „Das ist ein überragendes Zeichen und ein Vorbild für alle Jugendspieler“, schwärmt Mühlmann, der mit Elias Butzmuehlen und Yüksel Özkan zwei weitere Eigengewächse in seinem Kader begrüßen kann, die bereits Landesligaluft schnuppern konnten. Torwarttalent Mohammed Teet rückt ebenfalls auf, er kann aber auch noch A-Jugend-Mittelrheinliga spielen.

Der junge Sem Liyka (Borussia Derschlag) kehrt zurück und ist, ebenso wie Nick Lamsfuß (DJK Wipperfeld), eine vielversprechende Option für die Außenpositionen. Mit Felix Krüger (SV Frielingsdorf) kehrt ein weiterer echter Wiehler zurück. „Mit dem verjüngten Kader sind wir sehr gut aufgestellt“, so Mühlmann, der seine Jungs am 21. Juli zum ersten Training bittet.