Abo

Neues Mitglied bei der PolizeiSpürhund in Oberberg hat zweite Ausbildung bestanden

2 min

Tay, hier mit Hundeführer Marius Mohaupt, ist der zweite Rauschgiftspürhund in Diensten der hiesigen Polizei.

Oberberg – Die oberbergische Polizei hat mit dem Rüden Tay einen zweiten Rauschgiftspürhund offiziell in den Dienst genommen. Das bald fünf Jahre alte Tier ist schon seit einer Weile als Schutzhund im Dienst. Ende Juni bestand er nun auch seine zweite Ausbildung zum Rauschgiftspürhund.

„Die Veranlagung für den Schutz- und Schnupper-Job bringt der holländische Schäferhund mit“, teilt die Polizei mit. „Seine Eltern sind bei der holländischen Polizei im Einsatz. Er ist spieltriebig, und auch in der Freizeit ist Tay viel mit der Nase unterwegs.“ Dabei habe sich gezeigt, dass ihm das Erschnüffeln und Verfolgen von Gerüchen Spaß macht. Diese Fähigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, die sich der Diensthundführer in der Ausbildung und bei der Arbeit zunutze macht.

Tay seit 2018 in Spürhund-Ausbildung

Für sein Herrchen, Polizeioberkommissar Marius Mohaupt, ist mit seiner Ernennung zum Diensthundführer ein Traum wahr geworden. Während der Schulzeit besuchte Mohaupt eine Vorführung mit Polizeihunden und wusste: „Das will ich machen.“ 2011 begann er seine Ausbildung bei der Polizei. Im Jahr 2018 wurde ihm der noch junge Tay zugeteilt und er bildete ihn aus.

Im September 2019 bestand das Duo in Schloß Holte Stukenbrock den Schutzhundlehrgang, nachdem Tay ein langes Training und eine dreieinhalbmonatige intensive Ausbildung absolviert und seine Eignung bewiesen hatte. Nun haben die beiden auch die zweite Prüfung in der Tasche und machen Kriminellen das Leben schwer.

Spürhund erschüffelte sieben von sieben Rauschgiften

Auch die zweite Ausbildung erfolgte in kleinen Schritten. Zunächst lernte Tay Gerüche zu unterscheiden und durch das stille Verharren anzuzeigen, wenn er etwas gefunden hatte. Trainiert wird mit der so genannten Klicker-Training-Methode. Zur Belohnung gibt es Futter.

Das könnte Sie auch interessieren:

Drei Monate lang übte der Rüde das Erschnüffeln der Rauschgifte. Erst in vor ihm liegenden Bausteinen versteckt, später dann auf großen Flächen, wie Räumen, Autos oder draußen im Gelände. Zum Lehrgang gehörte ein Flug im Polizeihubschrauber und die Fahrt in einem Boot, denn die Hunde werden landesweit eingesetzt.

„Auch diesen Teil der Ausbildung meisterte Tay mit großer Gelassenheit“, freut sich die Polizei. Die große Abschlussprüfung, bei der nicht nur der Hund, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Hund und Polizist bewertet werden, bestanden beide am Ende mit Bravour. Sieben von sieben versteckten Rauschgiften hatte Tay aufgespürt.