Oberberg – Erneut hat die Polizei zahlreiche Notrufe und Anzeigen wegen betrügerischen Telefonanrufen erhalten. Allein am Donnerstag wurden acht Fälle zur Anzeige gebracht. In einem Fall kam es zur Geldübergabe.
Wie die Polizei berichtet, versuchen die Telefonbetrüger mit unterschiedlichen Geschichten an das Ersparte ihrer Opfer zu gelangen. Sie gaben sich beispielsweise als angeblicher Sohn aus, der einen schweren Verkehrsunfall hatte und nun eine Kaution im fünfstelligen Bereich hinterlegen soll. In anderen Fällen gaukelten sie einen angeblichen Glücksspielgewinn vor.
Eine 68-jährige Gummersbacherin fiel auf den Trick des „falschen Polizeibeamten“ herein. Der Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgab, erzählte ihr, dass in der Nähe Einbrecher gefasst worden seien. Es sei eine Liste mit Namen gefunden worden, auf der auch der Name der Gummersbacherin stehe. Um ihr Opfer weiter einzuschüchtern erzählten die Anrufer, dass eine Bankmitarbeiterin als Komplizin der Einbrecher ihre Kontodaten herausgegeben hätte. Die einzige Möglichkeit, ihr Geld in Sicherheit zu bringen, sei, das Geld von der Bank abzuheben. Das tat die 68-Jährige. Als sie wieder zuhause war, erschien eine Person an ihrer Anschrift und nahm das Geld zur „Sicherheit“ an sich. In einem anschließenden Telefonat dankte der falsche Beamte der 68-Jährigen für die gute Zusammenarbeit.
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Laut Polizei haben alle Opfer innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Anrufe erhalten. Sie sucht außerdem Zeugen, die am Donnerstag in Gummersbach im Bereich Hardtstraße/Westtangente gegen 11.15 Uhr Beobachtungen gemacht haben. Die Person, die das Geld bei der 68-Jährigen abgeholt habe, beschreibt die Zeugin als 25 bis 30 Jahre alten südländisch aussehenden Mann mit blauer Jeans, blaue Jacke und kurzen schwarzen Haaren. Hinweise an (0 22 61) 81 990. (lth)



