Oberberg – In ganz NRW gab es im vergangenen Jahr nur wenige Wohnungen mehr als noch 2020, aber deutlich mehr als vor zehn Jahren. Das hat der Landesbetrieb Information und Technik herausgefunden und in einer Statistik veröffentlicht. In Oberberg wiederum sind die Zuwächse im letzten Jahrzehnt nicht so deutlich ausgefallen wie in anderen Kommunen des Landes. Einer Kommune ging sogar Wohnraum verloren.
So wird der Bestand von Wohnungen in Wohn- und auch in Nichtwohngebäuden zum Stichtag 31. Dezember 2021 mit 132.013 angegeben, der für 2020 mit 131.556, was einem Zuwachs von 0,3 Prozent entspricht. Die Landesquote geben die Statistiker mit 0,5 Prozent an. Vergleicht man für Oberberg die Veränderungen zwischen den Jahren 2010 (127.425 Wohnungen) und 2021, so fällt die Steigerung mit einem Plus von 3,6 Prozent ebenso geringer als die durchschnittliche Landesquote mit zuletzt 5,1 Prozent.
Der Stadt Bergneustadt ging Wohnraum verloren
Deutlicher gewachsen als andernorts in Oberberg ist seit 2010 der Bestand an Wohnungen in Nümbrecht (plus 5,6 Prozent), Wipperfürth (5,3), Wiehl (5,2) sowie in Waldbröl (5,1). Wohnraum verloren hat dieser Statistik zufolge als einzige Kommune in Oberberg Bergneustadt: Der Verlust wird dort auf 0,7 Prozent seit dem Jahr 2010 beziffert.
Auch die Wohnungen an sich haben die Fachleute unter die Lupe genommen: Eine oberbergische Wohnung hatte 2021 im Durchschnitt 4,8 Räume und war 100,9 Quadratmeter groß, hatte 2,1 Bewohner und Bewohnerinnen, denen damit pro Kopf 47,2 Quadratmeter zur Verfügung standen. Bei diesen Werten unterscheidet sich das vergangene Jahr nur minimal von den Ergebnissen für 2020 und auch 2010.
Zahlen zum Wohnen
Oberbergs Mietpreise im Überblick
Wer in der Gemeinde Nümbrecht eine Mietwohnung bezieht, der lebt dort kreisweit am günstigsten. Dort liegt die Brutto-Kaltmiete bei 5,28 Euro. Für ganz Nordrhein-Westfalen hat der Landesbetrieb Information und Technik die Mietpreise aufgearbeitet und in einer interaktiven Online-Landkarte zusammengestellt, jedoch liegen diesem Zahlenwerk die Mieten von 2018 zugrunde. Landesweit zahlen Mieterinnen und Mieter dem nach in Köln am meisten, nämlich 10,01 Euro pro Quadratmeter, in Nieheim (Kreis Höxter) dagegen mit 4,02 Euro im Durchschnitt am wenigsten.
Der Oberbergische Kreis liegt im Mittelfeld. Hier haben die Statistiker mit dem Brutto-Preis von 6,95 Euro in Lindlar die höchste Miete pro Quadratmeter ausgemacht. Unter der Sechs-Euro-Grenze liegen gemeinsam mit Nümbrecht die Gemeinden Reichshof (5,45 Euro) und Morsbach (5,69). Danach folgen Marienheide (6,10), Wipperfürth (6,18), Bergneustadt (6,21), Gummersbach (6,28), Engelskirchen (6,41), Waldbröl (6,49), Radevormwald (6,56), Hückeswagen (6,62) und schließlich Wiehl (6,69).
Die interaktive Landkarte des Landesbetriebs ist im Internet zu finden. (höh)
Zugenommen haben seither im Kreisgebiet die Zahl der Ein-Raum-Wohnungen von 1738 (2010) auf 2018 (2021) sowie – noch deutlicher – die der Wohnungen mit zwei Räumen von 8010 (2010) auf zuletzt 8470.
Auf dem Spitzenplatz bei kleinem Wohnraum liegt die Gemeinde Morsbach: Um satte 303,1 Prozent gestiegen ist der Anteil an Ein-Raum-Wohnungen, von 52 (2010) auf 129 Apartments im vergangenen Jahr. Auch für Wipperfürth gibt es da einen großen Zuwachs, nämlich um 80,8 Prozent: 99 Ein-Raum-Wohnungen gab es 2010, 2021 waren des 179.
Das könnte Sie auch interessieren:
Ein Minus seit 2010 verzeichnen in diesem Bereich als einzige Kommunen Nümbrecht (38,5 Prozent) und Reichshof (3,3). Bei allen anderen Wohnungsgrößen gibt es in fast allen Kommunen Zuwächse unterschiedlichster Höhe. Ausnahme ist erneut Bergneustadt mit leichten Minuswerten.
Bei drei, vier, fünf oder mehr Räumen gibt es dagegen deutlich weniger Bewegung in den Tabellen. Das gilt insbesondere für die Jahre 2020 und 2021.



