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Update

Unfall in Reichshof
Mädchen (5) kann Krankenhaus wieder verlassen - Bürger startet Petition

3 min
Einsatzkräfte sichern die Unfallstelle ab.

Rettungshubschrauber im Einsatz nach schwerem Verkehrsunfall in Schemmerhausen – ein fünfjähriges Mädchen wurde schwer verletzt.

In Reichshof war am Freitag, 10. April, ein Kind von einem Auto erfasst und mit einem Rettungshubschrauber in eine Bonner Klinik geflogen worden. 

Update, 13. April: Kind wird nach schwerem Unfall aus Klinik entlassen

Gute Nachrichten nach dem schweren Verkehrsunfall am vergangenen Freitag in der Reichshofer Ortschaft Schemmerhausen, bei dem ein Kind angefahren und lebensgefährlich verletzt worden war: „Das Kind kann heute aus dem Krankenhaus entlassen werden“, teilte Polizeisprecher Marc Leporin am Montagmorgen mit.

Ein 22-jähriger Reichshofer hatte die Fünfjährige am Freitagnachmittag auf der Schemmerhausener Straße in Richtung Oberwiehl in Höhe des dortigen Bauernhofs mit seinem Wagen erfasst. Das Mädchen war rund 15 Meter über die Straße geschleudert worden und wurde nach langer Behandlung am Unfallort mit einem Rettungshubschrauber in eine Bonner Klinik geflogen. Weil die Unfallursache noch unklar ist, sicherte ein Verkehrsunfallteam aus Gummersbach Spuren.

Reichshofer bittet um Verbesserung der Verkehrssituation am Unfallort

Am Montag wurde nun eine Bürgeranregung zum erlaubten Tempo am Unfallort laut. Auf der Schemmerhausener Straße gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde – „obwohl es sich um ein dörfliches Umfeld handelt“, schreibt der Reichshofer Martin Pander in einer Rundmail an Vertreter aus der Politk, den Landrat und die Presse.

„Entlang dieser Straße befinden sich Wohnhäuser, deren Bewohner – insbesondere auch viele Kinder – die Fahrbahn regelmäßig überqueren müssen, um ihre Grundstücke zu erreichen. Unmittelbar an der Unfallstelle liegt zudem ein landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Fahrzeuge häufig langsam auf die Straße einfahren. In Kombination mit dem schnellen Durchgangsverkehr entstehen hier regelmäßig gefährliche Situationen“, heißt es im Schreiben. Zudem handele es sich um einen Schulweg für Kinder. In der Vergangenheit sei es in und um Schemmerhausen immer wieder zu Unfällen gekommen.

„Mein Anliegen bezieht sich jedoch ausdrücklich auf die konkrete Ortslage Schemmerhausen. Mir ist bewusst, dass die Ausweisung als geschlossene Ortschaft an bestimmte rechtliche Voraussetzungen gebunden ist. Dennoch möchte ich darauf aufmerksam machen, dass sich hier ein Unfallschwerpunkt entwickelt und wir nicht abwarten möchten, bis entsprechende Voraussetzungen erst nach weiteren Vorfällen erfüllt sind“, schreibt Pander weiter und bittet um einen Vort-Ort-Termin mit den zuständigen Entscheidungsträgern, „um die Situation eingehend zu betrachten und mögliche Lösungen zu erörtern“. Der Reichshofer hat auf der Plattform change.org zudem eine Online-Petition gestartet. (lth)


Erstmeldung, 10. April: Fünfjähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagnachmittag gegen 17.15 Uhr in der Reichshofer Ortschaft Schemmerhausen wurde ein fünfjähriges Mädchen schwer verletzt. Es wurde nach etwa halbstündiger Behandlung durch den Notarzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Bonner Klinik geflogen.

Nach Angaben der Polizei vor Ort ist der Unfallhergang noch völlig ungeklärt. Fest steht nur, dass ein 22-jähriger Reichshofer mit seinem BMW auf der Schemmerhausener Straße (L148) in Richtung Oberwiehl unterwegs war. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es an dieser Stelle nicht. Nach der Kollision in Höhe des dortigen Bauernhofs wurde das Mädchen rund 15 Meter über die Straße geschleudert, wo es auf dem gegenüberliegenden Fahrstreifen liegenblieb.

Das Verkehrsunfallteam Gummersbach sicherte die Spuren. Ebenfalls vor Ort war die Notfallseelsorge Oberberg, die sich um die Eltern kümmerte. (kup)