Oberstes Ziel für Insolvenzverwalter Plappert war der Verkauf der Firma an einen strategischen Investor. Nun gibt es mehrere ernsthafte Interessenten.
In RünderothFür die insolventen Bergischen Edelstahlwerke gibt es mehrere Kaufinteressenten

Bei den Bergischen Edelstahlwerken hoffen alle Besdchäftigten darauf, dass bald ein Kaufvertrag unterschrieben wird und es weitergeht
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Im März hatte sich Knut Giesler, der IG Metall-Bezirksleiter NRW, mit dem Geschäftsführer der insolventen Bergischen Edelstahlwerke (BEW), Georg Wanders, Gewerkschaftssekretär Haydar Tokmak, Betriebsrat Michael van der Werf und Insolvenzverwalter Martin Plappert getroffen und sich über die aktuelle Situation informiert. Verhalten optimistisch ließ sich das Ergebnis zusammenfassen. Oberstes Ziel für Insolvenzverwalter Plappert war der Verkauf der Firma an einen strategischen Investor.
Und der könnte in Kürze erfolgen, Plappert hofft, dass es noch im Juni zu einer Vertragsunterzeichnung kommt. Es gebe mehrere ernsthafte Interessenten, die Abstimmungsgespräche liefen intensiv, denn für den Verkauf müsse noch an zwei Stellschrauben gedreht werden. „Die Investoren fordern Einsparungen beim Personal“, bringt es der Insolvenzverwalter auf den Punkt.
Ich bin zuversichtlich, zum 1, Juni, eventuell rückwirkend, einen Kaufvertrag unterschreiben zu können.
Das Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, den bisherigen Personalschlüssel, der bei rund 50 Prozent gelegen haben (16 Millionen Euro Umsatz, 8 Millionen Euro Personalkosten), zu reduzieren. Branchenüblich seien 30 Prozent Personalkosten. Um einen Verkauf überhaupt zu ermöglichen, habe man 26 der 130 Mitarbeiter entlassen müssen. Das sei ein äußerst schmerzhafter Schritt, zu dem er aber leider keine Alternative sehe, so Plappert. 1,7 Millionen Euro an Personalkosten würden so eingespart.
Bis April erhielten die Beschäftigten noch Insolvenzausfallgeld, für den Mai wurde jetzt wieder Lohn ausgezahlt, aus der Insolvenzmasse, wie Plappert dieser Zeitung mitteilte. Denn trotz der Notlage seien die Auftragsbücher gut gefüllt und die Kunden seien zufrieden mit Qualität und Liefertreue. Das Unternehmen habe in den zurückliegenden Monaten intensiv am Vertrieb gearbeitet und positive Rückmeldungen erhalten, hatte Geschäftsführer Georg Wanders bei dem Termin im März betont.
Die Doerrenberg Edelstahl GmbH hatte die Sparten Gießerei und Stahlwerk 2025 an die Callista Private Equity GmbH verkauft, diese hatte die BEW an einen Finanzinvestor verkauft, was nicht nur die Gewerkschaftsvertreter kritisch angemerkt hatten.
Seit März sei es vor allem darum gegangen, einen strategischen Käufer für das in wirtschaftliche Schieflage geratene Unternehmen zu finden. Der Versuch der Firma Dörrenberg, einen Finanzinvestor zu finden, haben sich aus seiner Sicht als nicht erfolgreich erwiesen. „Der Prozess, den wir dazu begonnen haben, hat sich gelohnt“, ist Plappert überzeugt. Jetzt müsse man noch die beiden Enden zusammenbringen. Das sei noch einmal eine Kraftanstrengung, aber er sei zuversichtlich, dass es kurzfristig zu einem Kaufvertrag komme. Eine 100-prozentige Sicherheit gebe es nicht, und die verschiedenen Investoren hätten unterschiedliche Anforderungen. Da müsse man schauen, was letztlich möglich sein und am besten zum Unternehmen passe.
„Mein Ziel ist es, zum 1. Juni, eventuell dann auch rückwirkend, einen Kaufvertrag für die BEW zu unterschreiben“, so der Insolvenzverwalter.

