WM-Stimmung gut, aber noch Luft nach oben - obwohl in Gummersbach nach dem Sieg schon ein Autokorso unterwegs war.
Sieges-KorsoPublic Viewing lockte Oberbergs Fußballfans

In Gummersbach-Friedrichsthal verfolgten rund 200 überwiegend jüngere Fußballfans den deutschen WM-Auftaktsieg über Curacao beim Public Viewing im Gewerbegebiet.
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Der letztlich ungefährdete 7:1-WM-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao am Sonntag machte Lust auf mehr. Eine Welle der Euphorie schwappt nach dem Pflichtsieg aber noch nicht durchs Land. Immerhin hatten alle, die den Deutschen die Daumen drücken, mehrfach Grund zum Jubeln. Vereinzelt sah man auf Oberbergs Straßen nach dem Abpfiff schwarz-rot-goldene Fahnen, die aus fahrenden Autos wehten.
Wir kamen vor dem WM im Gespräch mit Freunden darauf zu sprechen, dass es in Gummersbach dieses Mal kein Public Viewing gibt. Deshalb haben wir relativ kurzfristig beschlossen, dass wir selbst eins machen.
Viele davon hatten offenbar das Steinmüllergelände in der Gummersbacher Innenstadt zum Ziel, auf dessen Rundstraße schon kurze Zeit nach dem Abpfiff kein Durchkommen mehr war. Unter dem wachsamen Blick mehrerer Streifenwagenbesatzungen schlängelte sich im Schneckentempo eine riesige Fahrzeugkolonne über die Steinmüllerallee: Da wurde mehr als eine Stunde lang gehupt und gejubelt, Fahnen geschwenkt und Deutschlands Torhymne „Major Tom“ in Endlosschleife gespielt.
In Gummersbach-Friedrichsthal verfolgten im Gewerbepark rund 200 überwiegend junge Fans unter freiem Himmel auf großer Leinwand die Partie der Nagelsmann-Truppe gegen den karibischen Gegner. „Wir kamen vor dem WM im Gespräch mit Freunden darauf zu sprechen, dass es in Gummersbach dieses Mal kein Public Viewing gibt“, erklärte Veranstalter Ben Flagge. „Deshalb haben wir relativ kurzfristig beschlossen, dass wir selbst eins machen.“

In Gummersbach zeigten etliche Fußballfans Flagge - in der City formierte sich nach dem Sieg gegen Curacao spontan eine Korsofahrt.
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Erst am Dienstag sei die Entscheidung gefallen, auch mit Blick auf die Wettervorhersage. Umso dankbarer sei er der Stadt Gummersbach dafür, dass sie die Genehmigung so schnell erteilt habe. Biertischgarnituren und andere Sitzmöbel standen parat, dazu gab es Getränkestand, Foodtruck und – für die bewegungsfreudigen kleinen Gäste – eine Hüpfburg. Der Zuspruch gab Ben Flagge recht. Jetzt möchte er auch für das Spiel der Deutschen gegen die Elfenbeinküste am Samstag (Anpfiff: 22 Uhr) um eine Genehmigung fürs Public Viewing bemühen.
Diese Genehmigung liegt dem SSV Nümbrecht bereits vor, dort werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung, mindestens in der Gruppenphase, übertragen, wahrscheinlich auch die Halbfinals und das Finale – mit oder ohne deutsche Beteiligung.
In Nümbrecht hatten sich am Sonntagabend rund 750 Fußballfans quer durch alle Altersschichten auf den neuen Stadion-Tribünen und oben im Clubheim des SSV versammelt, um den deutschen WM-Auftakt auf dem sechs mal zehn Meter großen Riesenbildschirm zu verfolgen.
SSV-Vorsitzender Roger Lang war sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. Bereits am Freitag waren sämtliche Sitzplätze für alle drei Tribünenbereiche ausgebucht gewesen, doch leider waren letztlich nicht alle Sitzplatzinhaber auch wirklich erschienen. Ärgerlich deshalb, weil Lang mehrfach von Leuten gehört hatte, die gern zum Public Viewing nach Nümbrecht gekommen wären, aber dachten, sie würden keinen Platz mehr finden.

In Nümbrecht wurde das Public Viewing-Angebot des SSV sehr gut angekommen. Sieben mal gab es Grund, die deutsche Torhymne mitzusingen.
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So blieben am Sonntagabend einige Plätze frei; jetzt will der SSV Nümbrecht überlegen, ob es für die weiteren Spiele Änderungen in der Organisation gibt.
Die Torhymne ertönte aber auch so lautstark und vielstimmig nach jedem Treffer, ebenso wurden die Namen der Torschützen lauthals gerufen – Stadionstimmung eben.

In Nümbrecht wurde das Public Viewing-Angebot des SSV sehr gut angekommen. Sieben mal gab es Grund, die deutsche Torhymne mitzusingen.
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