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Umsatzeinbußen bei VRSRB 25 hat letztes Jahr massiv Fahrgäste verloren

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Symbolbild

Oberberg – Lockdown, Schulschließungen, Homeoffice und andere Effekte haben dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) 2020 deutliche Einbußen beschert. Der Umsatz sank von 693,89 Mio. (2019) um 18,98 Prozent auf 562,21 Mio. Euro.

Die geplante Elektrifizierung der RB 25 zur S 15 gerate dadurch allerdings nicht in Gefahr, sagte VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober, gestern. Wie alle Infrastrukturmaßnahmen würde auch diese weiter verfolgt. „Im Gegenteil: Wir überlegen eher, diese Maßnahmen noch zu beschleunigen“, sagte er im Rahmen der VRS-Bilanz-Pressekonferenz.

Auch die RB25 wurde – wie so ziemlich alle öffentlichen Verkehrsmittel – im letzten Jahr aus den genannten Gründen von deutlich weniger Passagieren genutzt. Im April und im Mai 2020 halbierte sich die Zahl der Fahrgäste in den Zügen der RB 25 montags bis freitags im Vergleich zu den Monaten April und Mai 2019. Noch ärger sah es im Dezember aus. Durchschnittlich 5265 Fahrgäste bestiegen die RB25 wochentags. Im Dezember 2019 waren es 13 429 gewesen.

Pandemie als Imageschaden

Dabei betonten die beiden VRS-Geschäftsführer Reinkober und Michael Vogel, dass etliche „valide Studien“ vorlägen, aus denen eindeutig hervorgehe, dass der Öffentliche Personen-Nahverkehr kein Infektionstreiber sei. Dennoch verböten es die zurzeit noch geltenden Coronaauflagen, proaktiv mit der Kommunikation zur Kundenrückgewinnung zu beginnen.

Beim VRS geht man ohnehin davon aus, dass eine Rückkehr zu den sehr guten Fahrgast-Zahlen des Jahres 2019 ein schwerer Weg wird. Vogel verwies auf die Debatte um Klimaschutz und Feinstaubbelastung: „2018 und 2019 waren wir noch Heilsbringer.“ Jetzt sei durch die Pandemie ein Imageschaden entstanden, „und wir müssen von einem gewissen Verfestigungseffekt ausgehen“.

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Am Rande der digitalen Pressekonferenz erteilte der VRS dem Einsatz von wasserstoffbetriebenen Zügen als Alternative zur Elektrifizierung der RB 25 eine Absage. Man habe Wasserstoff bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie berücksichtigt, er komme aber aus mehreren Gründen nicht in Frage. „Zunächst sprechen bei der RB 25 die geringere Beschleunigungsgeschwindigkeit und das höhere Gewicht der Triebfahrzeuge gegen Wasserstoff“, hieß es, „die geforderten Leistungen wären mit Wasserstoffzügen nicht erreichbar.“ Zudem solle die RB 25 zu einer S-Bahn werden, was eine Kompatibilität zu den anderen elektrischen S-Bahn-Linien nötig.