Schafe, Blumen und grüne Wiesen statt tristem Container: Waldbröler Schüler haben in Hermesdorf für neue Farbe gesorgt.
Kunstprojekt in WaldbrölSchüler verwandeln grauen Container in farbenfrohen Blickfang

Die Schülerinnen und Schüler bei ihrer farbenfrohen Arbeit in der Waldbröler Ortschaft Hermesdorf.
Copyright: Simon
Ein bislang eher unschöner Container in der Waldbröler Ortschaft Hermesdorf ist gerade zu einem farbenfrohen Blickfang mit wolligen Schäfchen und sattgrünen Weiden geworden. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an der Waldbröler Gesamtschule gestalteten ihn mit Pinsel und Farbe neu. Angestoßen und finanziert wurde das Projekt vom Verschönerungsverein Hermesdorf.
Anlass waren wiederholte Hinweise aus der Nachbarschaft auf den Zustand des Containers. Deshalb beschloss der Vorstand des Verschönerungsvereins, die Fläche künstlerisch gestalten zu lassen. Bevor es so weit war, waren jedoch einige Vorarbeiten notwendig: Vorsitzende Sabine Schlechtriem stellte den Kontakt zu einem Hermesdorfer Handwerker her, der den Container mit Mitgliedern des Vereins gründlich reinigte.
Erst schrubben, dann streichen
Anschließend entrosteten und grundierten der stellvertretende Vorsitzende, Achim Simon, und sein Team die Flächen. Vorstandsmitglied Maik Steiniger nahm schließlich Kontakt zur städtischen Gesamtschule auf. Die Anfrage wurde sogleich an den Kunstbereich der Oberstufe weitergeleitet. Und der Verschönerungsverein erklärte sich bereit, die Kosten zu übernehmen.
Im Q1-Projektkurs entwickelten die Schülerinnen und Schüler Ideen für die Gestaltung. Dabei beschäftigten sie sich nicht nur mit der künstlerischen Wirkung, sondern auch mit den besonderen Anforderungen einer großformatigen Arbeit im öffentlichen Raum. Die Entwürfe mussten zum dörflichen Umfeld passen und zugleich auf der Containerfläche praktisch umsetzbar sein.
Der Vorstand des Verschönerungsvereins entschied sich für die freundliche Landschaft mit dicht beieinanderstehenden Schafen, einer bunten Blumenwiese und einem hellen Himmel, die Oberstufenschülerin Sana entworfen hatte. „Damit fügt sich der Container nun deutlich besser in seine naturnahe Umgebung ein“, findet Steiniger. Bei der Umsetzung waren Teamarbeit, genaue Absprachen und eine klare Aufgabenverteilung gefragt. Und dann endlich verwandelte sich der zuvor schlichte Container in ein lebendiges Naturmotiv. Das Projekt soll keine einmalige Aktion bleiben: Geplant ist, den Container künftig alle zwei bis drei Jahre neu zu gestalten. „So können immer wieder neue kreative Akzente im Dorf entstehen. Zugleich zeigt das Projekt, was möglich ist, wenn Schule und Dorfgemeinschaft gemeinsam anpacken und sichtbare Spuren hinterlassen“, ist Vorstandsmann Maik Steiniger überzeugt.
