Auch das Vereinsjubiläum stand bei der Kostümsitzung am Samstag im Fokus. Seit 40 Jahren besteht der Bielsteiner Karnevalsverein.
Besondere Ehrung zum JubiläumBielsteiner feierten bei ihrer Kostümsitzung mit Karnevals-Größen

Büttenredner Martin Schops wurde in Bielstein gefeiert – auch vom Dreigestirn.
Copyright: Christian Melzer
In familiärer Atmosphäre haben am Samstag rund 500 Jecke bei der Kostümsitzung des Bielsteiner Karnevalsvereins in der Aula des Schulzentrums gefeiert. Mit dabei waren auch Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker und die stellvertretende Landrätin Heidrun Schmeis-Noack. Durch das vielfältige und rund fünfstündige Programm führte Präsident Michael Becher.
Den Anfang machte die KG Bielstein selbst mit ihrem Dreigestirn Prinz Conny I., Bauer Melli und Jungfrau Nico. Danach heizte die Kölner Karnevalsband „Die Räuber“ den Jecken ordentlich ein, beim Song „Oben unten“ tanzten Matrosen, Einhörner, Karnevalsmäuse, Erdbeeren, Super Marios, Elfen und viele weitere einfallsreich Kostümierte mit und kamen in Schwung.
Tanzbeine waren bei der Bielsteiner Kostümsitzung schnell gelockert
Nachdem die Tanzbeine in der Halle gelockert waren, zeigte die neugegründete Tanzgruppe „Die KVB Konfettis“ mit ihrem Maskottchen, einem Papagei, getreu dem Motto: „Wir sind bunt wie Konfetti, fröhlich, lustig, laut und voller Lebensfreude“ ihr Können. Die Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren wurden nach ihrem großen Auftritt mit einer Spende in Höhe von 500 Euro von privater Seite überrascht.
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Und auch das Vereinsjubiläum stand bei der Kostümsitzung am Samstag im Fokus. Seit 40 Jahren besteht der Bielsteiner Karnevalsverein mittlerweile. Der neue Bielsteiner Senatspräsident Sebastian Rau hielt auf der Bühne eine Laudatio auf den ehemaligen, langjährigen Senatspräsidenten Rolf Gurbat und ernannte diesen zum ersten Ehren-Senatspräsidenten. Gurbat zeigte sich stolz auf eine Veranstaltung wie diese und auf das, was in den 40 Jahren entstanden sei.

Rolf Gurbat (r.) wurde bei der Sitzung besonders geehrt.
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Karnevalist und Büttenredner Martin Schops erklärte unter anderem, dass die niedrige Geburtenrate am Fachkräftemangel liegen würde – denn es kämen zu wenig Handwerker ins Haus. Und sein Freund, der mit einer Vegetarierin zusammen sei, hätte nun den Salat.
Der kölsche Mitsing-König Björn Heuser brachte die Jecken dann wieder zum Singen und verwandelte die Bielsteiner Kostümsitzung spontan in ein Mitsing-Konzert. Abgelöst wurde Heuser auf der Bühne von der Tanzgruppe des Vereins „Crazy Girls & Boys“, ehe das nächste Musik-Highlight mit dem ehemaligen Räuber-Sänger Torben Klein auf dem Programm stand. Die Bielsteiner Tanzmäuse und die Band „Hätzblatt“ aus Erkelenz rundeten das karnevalistische Programm ab.
Die Bühnengäste wurden, ehe sie weiterzogen, noch mit Wegzehrung versorgt. Sie erhielten Blutwurst und Kölsch von der örtlichen Metzgerei Müller und der Erzquell Brauerei. Mit dem Auszug des Dreigestirns endete schließlich der „offizielle Akt“ und die Party begann.
„Über all die Jahre hat sich bewährt, dass unsere Veranstaltung klein, aber fein ist. Egal ob das Rote Kreuz oder die Security – alle kommen gerne wieder, weil es nie Stress gegeben hat. Und auch die Künstler fühlen sich hier wohl. Sie empfinden die Aula als schön, da sie nicht so groß ist,“ sagte Michael Röser, Erster Vorsitzender der Bielsteiner Karnevalisten, schließlich mehr als zufrieden. (cag)

