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Eishockey-RegionalligaWiehl Penguins erreichen das Minimalziel und den Klassenerhalt

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Von Wiehl geschossen, geht der Puck Richtung des Essener Goalies.

In der Viertelfinal-Play-off-Runde mussten sich die Wiehl Penguins deutlich geschlagen geben.

Die Wiehl Penguins behaupten sich in der Regionalliag mit großem Zusammenhalt gegen manch großen Etat. 

Die Saison in der Eishockey-Regionalliga ist für die Wiehl Penguins beendet. Erwartungsgemäß verloren die Penguins als Achtplatzierter der Hauptrunde die Play-off-Viertelfinalserie gegen den Primus Essen mit 0:3 (1:1;1:17;1:14) sehr deutlich.

Zuvor hatten die Wiehler ihr Saisonziel mit Platz acht und dem Erreichen der Play-offs bereits erreicht. Auch wenn bis zum Ende der Hauptrunde gezittert werden musste, ob die Teams aus Grefrath und Moers nicht noch knapp vorbeiziehen würden. Die Play-offs blieben trotz der schier unmöglichen Herausforderung mit Essen in der ersten Runde die bevorzugte Variante gegenüber einer Relegationsrunde mit den letzten drei Teams der Regionalliga und den besten Landesligisten.

Wiehl Penguins sind auch in der nächsten Saison für die Regionalliga qualifiziert

In diesen Vergleichen hätten die Penguins zum Saisonende wahrscheinlich ein paar Siege einfahren können, aber für Wiehls Trainer Andy Lupzig kam dieses Szenario überhaupt nicht in Frage. „Wir haben unsere Punkte gesammelt, unser Minimalziel erreicht und uns so wieder für die Regionalliga in der kommenden Saison qualifiziert.“

Dennoch fällt das Fazit des Trainers zwiegespalten aus. „Zunächst einmal zolle ich meiner Mannschaft höchsten Respekt für ihre Leistung, Bereitschaft und Einsatzbereitschaft über den gesamten Saisonverlauf. Besonders, wie sie die zum Teil sehr deutlichen Niederlagen weggesteckt hat, ohne daran zu zerbrechen. Die Jungs haben immer zusammen gehalten und sich nicht gegenseitig runtergemacht“, lobt Lupzig den besonderen Zusammenhalt seiner Spieler.

Gegen Mannschaften auf Augenhöhe ließen die Wiehler manchen Punkt liegen

 Aber natürlich gab es auch Phasen in der Saison, in denen Lupzig mehr von seinen Spielern erwartet hatte. „Aufgrund meiner Vita habe ich hin und wieder andere Ansprüche, ich kann dann auch sehr deutlich werden, wenn ich der Ansicht bin, da geht mehr. Das ist für manche Spieler oft schwer zu verstehen“, sagt der ehemalige Nationalspieler, der die   Unterschiede aber aushalten kann.

Besonders in den Spielen gegen Mannschaften auf Augenhöhe haben sich wohl nicht nur der Trainer, sondern auch die Spieler im Saisonverlauf mehr ausgerechnet. Schon nach dem zweiten Saisonspiel, in dem die Penguins in Bergkamen nach einer 3:0-Führung erst in der Schlussphase den Sieg verpassten, hätte die Meisterschaft eine andere Richtung laufen können und am Ende vielleicht mehr als Platz acht heraus springen können.

Der Nachwuchs aus der U20 der Penguins wurde integriert

Unabhängig vom rein sportlichen Abschneiden ist es gut gelungen, einige U20-Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Regionalligaspielbetrieb zu integrieren. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit U20-Trainer Wolfgang Göbel und Andy Lupzig funktioniert.

Hier heben sich die Penguins nicht nur in puncto Zusammenhalt von einem Großteil der Liga ab. Denn während allen voran die Mannschaften aus Essen, Diez-Limburg, Dortmund und Ratingen ihren Spielern oft lukrative Gehälter zahlen und andere Vereine ihren Akteuren Aufwandsentschädigungen zukommen lassen, bekommen die Wiehler ein paar Schläger und etwas Spritgeld.

„Die Unterschiede sind enorm, da muss man sich schon manchmal die Frage stellen, wer hier in der richtigen Liga ist“, denkt Lupzig an den kolportierten Etat der Essener von knapp 500.000 Euro. Diese Unterschiede müssen sich dann natürlich auch auf dem Eis widerspiegeln. Vor diesem Hintergrund lassen sich die teils klaren Niederlagen erklären, zeigt sich aber auch die Widerstandsfähigkeit der Penguins.

Aber Lupzig, die Spieler und der Verein stellen sich auch in der kommenden Saison optimistisch den Herausforderungen. Die Planungen und Gespräche laufen, um sportlich wieder mitspielen zu können und auch die Rahmenbedingungen weiter zu optimieren.