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LandtagswahlFDP Oberberg nominiert von Polheim und Trautmann

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Zwei Herren mit Blumensträußen.

Ohne Gegenstimmen und Enthaltungen wählten 32 Parteifreunde Jörg von Polheim (l.) und Dominik Trautmann zu ihren Kandidaten.

Die oberbergischen Liberalen setzen bei der Landtagswahl auf Erfahrung. Und auf die „Comeback-Formel“ des Landesvorsitzenden.

Die FDP Oberberg geht mit zwei erfahrenen Wahlkämpfern ins Rennen: Beim Kreisparteitag am Dienstag in Wiehl sind Jörg von Polheim und Dominik Trautmann als Kandidaten für die Landtagswahl am 25. April 2027 nominiert worden. Gegenkandidaturen gab es nicht, die Wahlen fielen einstimmig aus.

Der Hückeswagener Jörg von Polheim (67) wird im Wahlkreis 23 antreten. Zu diesem gehören neben seiner Heimatstadt die Kommunen Wipperfürth, Marienheide, Lindlar und Gummersbach. Der studierte Bauingenieur und Bäckermeister war zeitweise FDP-Kreisvorsitzender und saß 2012 und 2013 für die Liberalen im Bundestag.

Kandidaten präsentieren sich in Wiehl als Wahlkämpfer

Heute gebe es dort keinen mehr, der sich für die Belange der kleinen Unternehmen kümmere, sagte von Polheim vor den Parteifreunden in Wiehl. „Bürokratische Auswüchse wie die Kassenbonpflicht zeugen von einem grundsätzlichen Misstrauen, das jeden kleinen Mittelständler als potenziellen Steuerhinterzieher behandelt.“ Dagegen will er sich einsetzen.

Dominik Trautmann (44) amtiert als Kreisvorsitzender seiner Partei, lebt in Nümbrecht und wird im Wahlkreis 24 zudem um Stimmen aus Engelskirchen, Bergneustadt, Reichshof, Wiehl, Waldbröl und Morsbach werben. 2022 hat er bereits schon einmal für den Landtag kandidiert. Im Beruf ist der Diplomingenieur als Stabsoffizier der Bundeswehr in Bonn für IT-Sicherheit zuständig.

In seiner Bewerbungsrede bekannte sich Trautmann zur „Comeback-Formel“ des Landesvorsitzenden Henning Hoene. Diese laute: „Kluge Kinder plus smarte Integration plus eine große Umarmung der Zukunft minus   den fetten Staat ist gleich eine starke Wirtschaft für alle.“

Liberales Rezept für Oberberg

Dieses Rezept passe gut auf Oberberg. Ausreichende Bildungschancen müsse es auch im ländlichen Raum geben. Und Integration funktioniere auch hier nicht von allein. „Das Wichtigste ist für mich aber die Umarmung der Zukunft. Wir müssen Veränderung gestalten, statt uns gestalten zu lassen.“

In diesem Sinne hatte Trautmann in seiner Eröffnungsrede als Kreisvorsitzender eingangs dafür geworben, sich von den schmerzhaften Ergebnissen der Wahlen wie zuletzt in Sachsen-Anhalt nicht aus der Bahn werfen zu lassen. „Unsere liberalen Ideen werden gebraucht.“ Der Oberbergische Kreis werde von Menschen geprägt, „die   nicht davon leben, dass der Staat alles organisiert, sondern selbst Verantwortung übernehmen.“

Am 5. Dezember bestimmt die FDP-Landeswahlversammlung in Duisburg, welche Kandidaten einen aussichtsreichen Listenplatz bekommen. Im Anschluss an die Wahlversammlung wählten die oberbergischen Liberalen ihre Delegierten für diesen Termin.