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BrandeinsätzeHitze fordert die oberbergische Feuerwehr heraus

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Ein Feuerwehrmann montiert einen Schlauch.

In Bielstein erlitt ein Feuerwehrmann wegen der Hitze einen Kreislaufkollaps.

In Bielstein brannte ein ausgetrockneter Dachboden lichterloh, ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufkollaps. In Bergneustadt konnte die Feuerwehr einen Waldbrand stoppen. War es Brandstiftung?

Die Wiehler Feuerwehr ist zur Stunde mit Restlöscharbeiten in einem Haus am Falkenweg in Bielstein beschäftigt. Wegen eines Zimmerbrands im ersten Obergeschoss eines Einfamilienhauses war gegen 15.45 Uhr Alarm ausgelöst worden. Doch bald griffen die Flammen auch auf den Dachstuhl über, so dass weitere Kräfte nachgefordert wurden.  

Wie Einsatzleiter Tobias Rohde berichtet, boten die von der Hitze ausgetrockneten Balken und der unter dem Dach gelagerte Hausrat dem Feuer reichlich Nahrung. Die Feuerwehr rückte mit zwei Drehleitern und 60 Kräften aus dem ganzen Stadtgebiet an.  

Wiehler Feuerwehrmann klappt zusammen

Ausgebrochen war der Brand in einem Zimmer im Obergeschoss. Bis sie den Brand nach etwa einer Stunde im Griff hatten, mussten die Feuerwehrleute eine PV-Anlage demontieren und das Dach öffnen, um an den schwelenden Brand zu kommen. In der Zwischendecke glühte es noch nach Stunden. 

Die beiden Hausbewohner hatten sich rechtzeitig  in Sicherheit gebracht und die Feuerwehr alarmiert. Das Haus ist unbewohnbar. Die Brandursache ist unklar. Die enorme Hitze war eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte. Ein Feuerwehrmann musste wegen eines Kreislaufkollaps behandelt werden. 

Waldbrand in Bergneustadt

Die anhaltende Hitze erhöht derweil auch langsam die Waldbrandgefahr. Am Freitag ist die Bergneustädter Feuerwehr in den Wald in Hackenberg ausgerückt, wo es an gleich zwei Stellen brannte. Feuerwehr Michael Sticker schließt darum nicht aus, dass es sich um eine Brandstiftung handelt: „Das könnte gut sein. Die Polizei muss das jetzt klären.“

An dem Weg in Richtung Aussichtsturm auf dem Knollen brannte zum einen ein kleines Stück Wald, zum anderen gelagerte Baumstämme von etwa 300 Kubikmetern, die dem Feuer reichlich Nahrung gab. „Als wir kurz nach 18 Uhr eintrafen schlugen die Flammen hoch bis über die Wipfel, deshalb haben wir den Einsatz eskaliert und Stadtalarm gegeben.“ Rund 80 Kräfte waren unter Strickers Leitung im Einsatz und hatten das Feuer bald im Griff. Später zogen sie mit schwerem Gerät das Holz auseinander, um letzte Glutnester zu finden.

Der große Personaleinsatz zahlte sich aus, als noch während des Waldbrandes ein Feuer aus der Steinstraße gemeldet wurde. Dieses entpuppte sich allerdings als qualmendes Essen auf dem Herd, so dass die Feuerwehr nur lüften musste.

Die Messstation des Deutschen Wetterdienstes in Reichshof-Eckenhagen weist derzeit noch die Indexziffer 2 aus („geringe Gefahr“). Dabei berücksichtigt werden die meteorologischen Faktoren Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Niederschlagssumme.