Die 19-jährige Franziska Wendland wohnt mit ihrer Familie in Kürten und ist seit vielen Jahren Schülerin der Musikschule in Wipperfürth.
Eigene KompositionenFranziska Wendland wurde an der Kölner Musikhochschule angenommen

Franziska Wendland komponiert gerne eigene Musik.
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Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln zieht Studierende aus aller Welt an. Doch wer hier studieren will, der muss zunächst eine anspruchsvolle, mehrteilige Aufnahmeprüfung bestehen , die sowohl Theorie als auch Praxis umfasst.
Die 19-jährige Franziska Wendland aus Kürten, Schülerin der Musikschule Wipperfürth, hat diese Prüfungen alle bestanden. Ab Herbst wird sie in Köln Tonsatz und Musiktheorie studieren. Ihr Berufsziel: Filmmusik komponieren.
Trotz des jungen Alters schon viel musikalische Erfahrung gesammelt
Trotz ihres jungen Alters hat Franziska Wendland schon viel Erfahrung gesammelt. „Mit fünf Jahren habe ich mit dem Klavierunterricht begonnen, ein Jahr später kam noch die Querflöte dazu“, erzählt sie. Vier Mal nahm sie am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil, zweimal sogar am Landeswettbewerb. Mit zehn Jahren schrieb sie ihre erste eigene Komposition. „Mit 14 oder 15 Jahren wurde mir klar, dass ich nach der Schule Musik studieren möchte“, erzählt sie.
Auch im Bereich Filmmusik kann die 19-Jährige Einiges vorweisen. Für den Film „Wann immer ich die Sonne sehe“ des Wipperfürther Regisseurs Lukas Kotthaus schrieb sie drei Stücke, für seinen nächsten Film „Kein Wort für die Liebe“ sogar die gesamte Musik. Eine besondere Vorliebe hat Wendland für die Klangwelt der Spätromantik. „Ich mag die emotionalen Umschwünge, die Kontraste und die Dynamik, die unaufgelösten Akkorde“, erzählt sie. Vieles davon fand später den Weg in die Hollywood-Studios, etwa durch Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold, der als Jude vor dem NS-Terror in die USA floh und dort sehr erfolgreich als Filmkomponist arbeitete.
Dass ich die Aufnahmeprüfung nach einem Jahr intensiver Vorbereitung geschafft habe, ist ein tolles Gefühl.
Bei Familie Wendland wird Musik groß geschrieben. Jeder spielt ein Instrument, Franziskas Mutter Birgit leitet außerdem das Jugendorchester des MV Eintracht Kürten-Olpe und arbeitet hauptberuflich als Musikpädagogin. Doch noch wichtiger war wohl der Unterricht an der Wipperfürther Musikschule, bei Olga Schröder (Klavier) und Heike Gorny (Querflöte).
Über ihre Flötenlehrerin lernte Franziska Wendland auch deren Bruder Guido Gorny kennen. Der Leverkusener ist ein international gefragter Tubaspieler und Lehrbeauftragter an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er gab Franziska Wendland den Auftrag, ein Werk für Tuba zu komponieren – nachdem er sie nach Düsseldorf eingeladen hatte, wo sie verschiedene Tuba-Soli hören konnte. „Ich war sehr überrascht, ich wusste gar nicht, dass die Tuba so superweich und zärtlich klingen kann“, sagt sie.
Die Schülerin machte sich ans Komponieren und legte Guido Gorny das Resultat vor – eine Romanze für Tuba und Klavier. „Eine sehr gute Arbeit“, lobt er. Diese Romanze spielten Wendland und Gorny auch bei der Aufnahmeprüfung in Köln vor. „Die Dozenten waren beeindruckt“, erinnert sich Gorny.
Für ihren Erfolg hat Franziska Wendland hart gearbeitet. 2025 legte sie ihr Abitur am St. Angela-Gymnasium in Wipperfürth ab, dann begann die einjährige Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung. Zusätzlich zum Unterricht in Wipperfürth schrieb sie sich auch noch an der Musikschule in Köln ein, um ihre Kenntnisse in Musiktheorie zu vertiefen.
Als dann die Nachricht aus Köln kam, dass sie die Aufnahmeprüfung bestanden hat, war Franziska Wendland einfach nur happy. „Dass ich das nach einem Jahr intensiver Vorbereitung geschafft habe, ist ein tolles Gefühl.“
Wer neugierig geworden ist: Am Freitag, 10. Juli, findet um 17 Uhr in der Aula der Wipperfürther Hauptschule an der Ostlandstraße eine Uraufführung statt: Zusammen mit Guido Gorny wird Franziska Wendland ihre Romanze für Tuba und Klavier spielen, im Rahmen des Musikschul-Abschlusskonzerts. Der Eintritt ist frei.

