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GroßbaustelleAb 2028 entsteht der neue Wipperfürther Busbahnhof

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Die Visualisierung zeigt den künftigen Wipperfürther Busbahnhof.

So soll der neue Busbahnhof Wipperfürth aussehen.

Die Planungen sind umfangreich. Anfang 2028 soll der Neubau des Wipperfürther Busbahnhofs beginnen, eine Großbaustelle mit massiven Auswirkungen auf den Verkehr.

 Mit Großbaustellen haben die Wipperfürtherinnen und Wipperfürther reichlich Erfahrung. Zuletzt sorgte die Deckensanierung der Gladbacher Straße und die zeitweise Sperrung der Ringstraße für lange Staus und reichlich Frust. Diese Baumaßnahme dauert aber nur ein paar Wochen.

Der geplante Neubau des Busbahnhofs – voraussichtlicher Baubeginn ist Anfang 2028 – wird ein ganz anders Kaliber. Die Verwaltung der Hansestadt veranschlagt zwei bis drei Jahre Bauzeit. Denn im Zuge des neuen Busbahnhofes sind noch viele andere Einzelmaßnahmen zu erledigen. Im Bauausschuss gab die Verwaltung jetzt einen Zwischenstand bekannt.

Neuer Busbahnhof

Der jetzige Busbahnhof ist veraltet und weist erhebliche Mängel auf. Gerade im Schülerverkehr reicht der Platz auf den Bussteigen nicht aus, es fehlt an notwendigen Sicherheitsstandards, der ZOB ist nicht barrierefrei. Die am Busbahnhof vorbeiführende L284 soll auf die andere Seite des ZOB verlegt werden.

Für die Zeit der Baustelle wird ein provisorischer Ersatz-ZOB für täglich rund 5000 Pendler benötigt. Zwei Standorte stehen zur Diskussion: Zum einen könnten die Parkstreifen auf Lüdenscheider Straße in Höhe der ehemaligen Post zu Bushaltestellen umgebaut werden. Das Problem: Hier besteht keine Wendemöglichkeit. Alternativ könnte die Hälfte des Großparkplatzes Ohler Wiesen als ZOB dienen. Dabei fallen allerdings rund 120 Parkplätze weg.

Kreuzung wird Kreisverkehr

Die Kreuzung Gaulstraße/Ringstraße soll – wie berichtet – zu einem kleinen Kreisverkehr umgebaut werden. Dazu will die Stadt die beiden Häuser Gaulstraße 9 und 11, die sie bereits gekauft hat, abreißen lassen. Damit während der Baumaßnahme die Innenstadt aus Richtung Lindlar kommend noch mit dem Auto erreichbar ist, soll die Einbahnstraßen-Fahrtrichtung auf der Gaulstraße zwischen der Kreuzung und dem Marktplatz umgedreht werden, in Richtung Marktplatz.

Den Schwerlastverkehr aus Richtung Lindlar und Engelskirchen will die Stadt großräumig über Marienheide (B237) oder Kürten (B506) umleiten. Die Zufahrt zum Schulzentrum Ostlandstraße, Sportstätten und der Jugendherberge muss trotz Baustelle weiter möglich sein.

Neubau der Gaulbachbrücke

Die Gaulbachbrücke in Höhe Einmündung Hindenburgstraße ist marode und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Gleichzeitig soll der unter der Brücke fließende Gaulbach mehr Platz bekommen, um die Gefahr von Rückstau und Überschwemmungen zu verringern. Gleichzeitig wird das fast 70 Jahre alte Kanalnetz erneuert und erweitert. Während des Bauarbeiten soll das Edeka-Parkhaus an der Hindenburgstraße erreichbar bleiben.

So soll es weitergehen

 Die Planung der Großbaustelle ist auch deshalb sehr komplex, weil viele Partner beteiligt sind und mitzuentscheiden haben. Neben der Stadt sind das Straßen.NRW, der Wupperverband, die Untere Wasserbehörde, die Kreispolizei, sowie die Busunternehmen Ovag und Wupsi.

Im Herbst 2026 will die Stadt die Ingenieurleistungen für Planung und Bauleitung europaweit ausschreiben, im Frühjahr 2027 soll die Entwurfsplanung vorliegen. Die Genehmigungsplanung soll im Sommer 2027 abgeschlossen werden, für die Anlieger will die Stadt dann eine Info-Veranstaltung durchführen. Im Herbst und Winter 2027 sollen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Anfang 2028 – sobald das Wetter es zulässt – könnten dann die eigentlichen Arbeiten beginnen. Mit einem Ende der Bauarbeiten rechnet die Stadt frühestens Ende 2029.

Die Länge der Bauzeit hängt maßgeblich von der Frage ab, ob die L284 zwischen den Einmündung Ostlandstraße und Hindenburgstraße für die Bauzeit voll oder nur halbseitig für den Verkehr gesperrt wird. In letzterem Fall dürften sich die Arbeiten um mindestens ein Jahr verlängern. Welche Lösung die bessere ist, sollen Ingenieure im Rahmen eines noch zu erstellenden Baustellenverkehrskonzepts untersuchen. Dabei wird auch die Polizei eine Einschätzung abgeben. Nicht nur den Anliegern des Busbahnhofes, sondern auch den Einzelhändlern in den Innenstadt dürfte die Großbaustelle einiges abverlangen.