JubiläumWipperfürther Pfadfinder feiern Gründung vor 75 Jahren

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Das Bild zeigt drei Pfadfinder.

Pfadfinder gibt es in vielen Ländern auf der Welt

Vor 75 Jahren wurden die Wipperfürther Pfadfinder gegründet. Der runde Geburstag wird 4. Juli groß gefeiert.

Ein Dreivierteljahrhundert ist es her, dass Helmut Wein federführend die Gründung eines Wipperfürther Stamms der katholischen St.-Georgs-Pfadfinderschaft (DPSG) vorantrieb. Damit ist der Stamm, der nach dem Heiligen Engelbert benannt worden ist, nicht ganz so alt wie die St.-Georgs-Pfadfinder – die wurden nämlich vom Engländer Robert Baden-Powell bereits 1907 gegründet.

Am Samstag, 4. Juli, wird mit einem Sommerfest in Fliegeneichen, auf dem Gelände des Wipperfürther Pfadfinderbegegnungszentrums, das Jubiläum begangen. „Los geht es um 11 Uhr, um 12 Uhr gibt es eine kleine Andacht und dann haben wir ein buntes Programm auf die Beine gestellt“, sagt Andreas Löhr. Der heutige Vorsitzende des Fördervereins St. Georgshütte, der sich 1968 gegründet hat, ist seinerseits selbst bei einem solchen Sommerfest dazugekommen. „Das war beim 35-Jährigen“, erinnert er sich schmunzelnd.

Der Förderverein besteht auch schon seit fast 50 Jahren

Schon länger nicht mehr aktiv dabei ist hingegen Ferdinand Hermann, der von 1977 bis 1980 der Vorsitzende des Fördervereins war. „Der Stamm hat 1959 eine Hütte in Kaplansherweg gebaut, die immer wieder erweitert wurde – und irgendwann haben wir dann den Förderverein ins Leben gerufen“, sagt er.

Der Wipperfürther Stamm St. Engelbert ist auch 75 Jahre nach seiner Gründung aktiv und lebendig, man geht mit der Zeit. Das zeigt sich auch daran, dass man nicht nur eine Webseite, sondern auch einen Instagram-Kanal pflegt. „Dort stehen wir mit unseren Kindern und Jugendlichen in Kontakt und informieren über alle Aktivitäten und Termine“, sagt Jonas Oczko, der Vorsitzende des Stammes. Denn auch wenn die Pfadfinder traditionell viel in der Natur unterwegs sind, gehört das digitale Leben heute einfach dazu.

Um die 90 Aktive

Es sind um die 90 Personen, die beim Stamm St.  Engelbert als Pfadfinder aktiv sind. „Wir bringen den Kindern das von der Hand bei, was man in der Schule nicht lernt. So hatte ich heute erst in der Gruppenstunde ein Kind, das noch nie ein Messer in der Hand hatte – wir wollten etwas schnitzen, da musste ich erst einmal erklären, wie man das Messer hält“, sagt Jonas Oczko.

Auch das Feuermachen ganz ohne Feuerzeug oder andere Hilfsmittel lernt man bei den-Pfadfindern. „Mit den älteren Jugendlichen haben wir neulich eine Bowlingbahn aus Holzresten gebaut – es geht uns nicht so sehr darum, den Kindern etwas vorzuschreiben, sondern sie sollen selbstständig und selbstbestimmt entscheiden, was sie machen wollen“, sagt er. Allerdings gehe es durchaus auch darum, zu lernen, wie Gemeinschaft funktioniert, sagt er.

Es gibt viele Aktionen und Angebote, auch jenseits der Gruppenstunden, etwa das jährliche Zeltlager. „Wir besuchen die Polizei oder die Feuerwehr, waren auch mal auf einem Bauernhof. Und in den Sommerlagern ist es so, dass jeder mit anpacken muss, da gibt es keinen Freibrief“, sagt Andreas Löhr.

Die Gruppenstunden finden immer in Fliegeneichen statt, beim Stamm St. Engelbert gibt es sogar eine Biber-Gruppe für die vier- bis sechsjährigen Kinder. „Ab 16 Jahren kann man Leiter werden, dazu gibt es unterschiedliche Stufen, die Wölflinge von sieben bis zehn Jahre, die Jungpfadfinder von elf bis 13 Jahren, die Pfadfinder von 14 bis 16 und die Rover von 17 bis 23 Jahren“, sagt Jonas Oczko.