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RazziaMutmaßliche Drogenbande ausgehoben - Wipperfürther soll Hauptakteur sein

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Anderthalb Kilogramm Kokain und weitere Drogen wurden der Drogenbande laut Staatsanwaltschaft nachgewiesen. 

Mehrere Adressen wurden auch in Oberberg durchsucht und Haftbefehle vollstreckt. 

Einsatzkräften der Polizei Köln und anderer Polizeibehörden ist am Montagmorgen ein Schlag gegen eine mutmaßliche, europaweit agierende Drogengruppierung gelungen. Es geht unter anderem um tonnenweise Cannabis und kiloweise Kokain. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen Drogengeschäfte mit einem Gesamtwert von mehr als elf Millionen Euro abgewickelt worden sein. Einer der Hauptakteure soll laut Auskunft von Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer ein gebürtiger Wipperfürther sein, der dort auch gemeldet ist. Durchsuchungen haben am Montag an 14 Adressen in Wipperfürth (5), Hückeswagen (4), Lindlar (3) und Gummersbach (2) stattgefunden. Zudem wurden in Wipperfürth, Hückeswagen und Gummersbach Haftbefehle vollstreckt, wie Bremer weiter berichtete.

Seit Juli 2025 läuft laut Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, der Einfuhr von Betäubungsmitteln, des Verdachts der Geldwäsche sowie Verstößen gegen das Waffengesetz beziehungsweise das Kriegswaffenkontrollgesetz. Im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft vollstreckten die Ermittler am Montag Durchsuchungsbeschlüsse in insgesamt 31 Privatwohnungen, Geschäftsräumen und Bunkern in Nordrhein-Westfalen sowie in Spanien (3) und Österreich (1). Darüber hinaus wurden neun Haftbefehle gegen Tatverdächtige im Alter von 24 bis 31 Jahren vollstreckt.

Staatsanwaltschaft spricht von 31 Beschuldigten

Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen insgesamt 31 Beschuldigte. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen führende Mitglieder der Gruppierung über Jahre hinweg einen international agierenden Drogenhandel organisiert und gesteuert haben. Die bisher nachgewiesenen Mengen liegen bei mehr als vier Tonnen Cannabis, mehr als 27 Kilogramm Kokain sowie zirka anderthalb Kilogramm Crack und rund 800 Litern Amphetaminöl. Diese Menge reicht zur Herstellung von mehr als drei Tonnen Amphetamin aus. Die Staatsanwaltschaft wirft diesem engeren Kern der Gruppierung die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor.

Die Ermittlungen führte die Kölner Polizei in enger Zusammenarbeit mit Beamten der Polizei des Oberbergischen Kreises und internationalen Partnerbehörden, darunter Europol sowie Ermittlungsbehörden in Spanien und Österreich. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem größere Mengen an Betäubungsmitteln, Substanzen zur Herstellung von Amphetamin sowie Datenträger, Mobiltelefone, Geschäftsunterlagen und weitere potenzielle Beweismittel sicher. Die Auswertung dauert an, ebenso wie die Ermittlungen insbesondere zur vollständigen Aufhellung der Täterstrukturen, möglicher weiterer Tatbeteiligter sowie der Geldflüsse.