„Sehr intensive Zeit“Jugendamtsleiterin Beate Schlich wechselt nach Siegburg

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Fachbereichsleiterin Beate Schlich (2.v.l.) bei einem Besuch in der Beratungsstelle für Flüchtlingsfragen.

Bergisch Gladbach – In der Stadtverwaltung steht ein Personalwechsel auf Führungsebene bevor: Beate Schlich, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales, hat gekündigt. Im Januar wechselt die 52-Jährige nach Siegburg. Dort übernimmt sie die Leitung des Jugendamtes des Rhein-Sieg-Kreises. Die Stadt Bergisch Gladbach hat die Stelle zunächst intern ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft noch.

Schlich begründet ihr Interesse für die neue Stelle mit der Chance, sich als Leiterin des Kreisjugendamtes künftig ganz auf die Jugendarbeit konzentrieren zu können. Die Fachbereichsleitung in Bergisch Gladbach beinhaltet darüber hinaus die Verantwortung für das Sozialamt. Außerdem spielten familiäre Gründe eine Rolle für den beruflichen Wechsel. Siegburg liegt in der Nähe von Schlichs Heimatstadt Troisdorf.

Abschied nach fünfeinhalb Jahren

Schlich ist eins ganz wichtig: „Ich habe mich nicht wegbeworben, weil ich mich hier nicht wohl gefühlt habe.“ Der Abschied nach fünfeinhalb Jahren falle ihr nicht leicht. Die Zusammenarbeit mit ihren 170 Mitarbeitern und den Trägern der Wohlfahrtsverbände habe ihr immer Spaß gemacht. Im Juli 2013, zwei Jahre vor der Flüchtlingskrise im Jahr 2015, hat Schlich die Leitung des Fachbereichs in Bergisch Gladbach übernommen. „Das war eine sehr intensive Zeit“, sagt die Diplom Verwaltungswirtin im Rückblick.

Bekannt für klare Worte, löste sie damals erfahren die Probleme der Unterbringung der Menschen. „Meine Devise ist, die Dinge zu benennen und sie dann versuchen zu lösen“, sagt die 52-Jährige. Ein weiteres Thema, das keinen Aufschub duldete, war der Ausbau der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen. Schlichs Bilanz: „Da ist eine Menge passiert, ist aber noch viel zu tun.“

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Ob die Stelle nahtlos besetzt werden könne, hänge vom Ergebnis der Ausschreibung ab, teilt die Verwaltung mit. Ein Nachfolger stehen noch nicht fest. Für die geltende zwölfmonatige Wiederbesetzungssperre sei im vorliegenden Fall eine Ausnahme erforderlich. „Beate Schlich hat diesen Fachbereich mit seiner Vielzahl von sensiblen und verantwortungsvollen Aufgaben erfolgreich und mit viel Menschlichkeit und Empathie geführt“, sagt Bürgermeister Lutz Urbach.