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Jecke 44. SitzungMenschen mit und ohne Behinderung mit viel Spaß beim gemeinsamen Feiern

3 min
Bunt verkleidete Menschen sitzen im Publikum und winken mit den Armen.

Ausgelassene Stimmung im Bergischen Löwen bei Auftritten unter anderem von den Wibbelstätzjer und Bergisch Gladbacher Kinderdreigestirn.

Begeistert zwischen der Band verteilt und mittanzend sorgten die Jecken nicht erst beim Finale  für ein grandioses Bild.

Bunt kostümiert erwarteten die Gäste der Sitzung für Behinderte und nicht Behinderte den Einzug der Präsidenten von Bergisch Gladbacher Karnevalsgesellschaften als Elferrat und Abordnungen von Fahnenträgern, die den Beginn dieser Sitzung im Bergischen Löwen ankündigten.

In dieser Session feierte die Veranstaltung, die 1961 im „Internationalen Jahr der Behinderten“ erstmalig stattfand, ihr 44-jähriges Jubiläum. Hinter dem „Highlight der Karnevalssessionen“ in Bergisch Gladbach stehen die Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe Rheinisch-Bergischer Kreis und die Vereinigung zur Erhaltung und Pflege des heimatlichen Brauchtums.

Eine tatkräftige Organisationsgruppe sorgt jedes Jahr für das Programm

Eine tatkräftige Organisationsgruppe schafft es alljährlich, ein abwechslungsreiches Programm „auf die Beine zu stellen“ und dank Spenden den Eintrittspreis für die Sitzung bei zehn Euro zu halten. Zum ersten Mal führte Alexander Pfister als Vorsitzender der „Vereinigung mit dem langen Namen“ durch die Sitzung, während sein Vorgänger Martin Gerstlauer sichtlich entspannt feststellte: „Es ist auch schön, das Programm aus dem Publikum mitzuverfolgen und trotzdem viel Spaß zu haben.“

Großer Jubel begrüßte den Elferrat in seinen farbenfrohen Litewkas und das Dreigestirn der GWK, Prinz Mario, Bauer Doreen und Jungfrau Katharina. Das Kölner Husarencorps in Schwarz-Rot bot ein eindrucksvolles Bild auf der Bühne, obwohl Kommandant Willi Engels ein Novum für dieses Jahr ankündigen musste: den Solotanz des Mariechens. Der Tanzoffizier fehlte krankheitsbedingt, aber das Mariechen meisterte seinen Auftritt inklusive Handstand und Radschlagen gewohnt professionell.

Einen viel bejubelten Auftritt zeigte die Tanzgruppe behinderter Menschen

Dafür gab es den handgefertigten Orden der GWK. Entsprechend dem Sessions-Motto: „Jetzt jon mer op et Janze – mer losse de Poppe danze“, einem Tanzkostüm nachempfunden - mit viel Glitter und der 44 fürs Jubiläum versehen, eine wirklich gelungene Idee. Wie üblich, erhielten besonders verdiente Personen und Gäste aus der Lokalpolitik, darunter Caroline Bosbach (MdB), Martin Lucke (MdL), Landrat Arne von Boetticher und Bürgermeister Marcel Kreutz, ein XXL-Exemplar.

Einen viel bejubelten Auftritt zeigte die Behindertentanzgruppe von Sarah Patemann, die sich jederzeit über tanzfreudigen Zuwachs freuen würde, wie Sitzungspräsident Alexander Pfister betonte.

Seine Tollität: „Lasst uns mal richtig Krach machen!“ - und alle sangen mit

Großes Hallo erntete das Kinderdreigestirn der Stadt Bergisch Gladbach, das traditionsgemäß auf dieser Sitzung von der KG Fidele Böschjonge aus Bärbroich ein Lätzchen zum Schutz seiner Ornate beim „schnellen Imbiss zwischen den Aufritten“ erhielt.

Den Reden von Kinderprinz Thies und Prinz Thomas III. vom großen Dreigestirn hörten alle aufmerksam zu – bis zur Aufforderung seiner Tollität: „Lasst uns mal richtig Krach machen!“ Alle sangen daraufhin, klatschten und tanzten begeistert mit, vereinzelt hielt es ein paar Jecken nicht mehr im Saal, und sie reihten sich zwischen den schunkelnden Tollitäten auf der Bühne ein.

Alle 32 Strunde-Pänz stellte Alexander Pfister persönlich mit Namen vor

Die Klabautermänner begleiteten das Kinderdreigestirn mit ihren Tänzen. Alle 32 Strunde-Pänz stellte Alexander Pfister nach ihrer Aufführung persönlich mit Namen vor. Die Dürscheider Mellsäck fehlten nicht, und die Prinzengarde zeigte einen perfekten Gardetanz, wobei auch ein ganz kleiner Gardist, Sohn des Kommandanten, einen „staatsen Auftritt“ auf dem Arm des Sitzungspräsidenten hinlegte.

Domhätzje Nadine sah sich auf der Bühne von vielen fröhlichen „Mitsängern“ aus dem Publikum umringt. Bei jeder anderen Veranstaltung nicht denkbar, ist es auf dieser Sitzung Tradition und zeigt, wie sehr von Herzen hier Karneval gefeiert wird. Spätestens beim Auftritt der Rabaue gegen 18 Uhr gab es für die meisten Jecken im Saal kein Halten mehr. Begeistert zwischen der Band verteilt und mittanzend sorgten die Gäste für ein grandioses Bild zum Finale