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UkraineGladbacher helfen ihrer Partnerstadt Butscha

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Das Foto  zeigt Helfer der Sammelaktion

Sammelaktion für Butscha: Gladbacher unterstützen ihre Partnerstadt in der Ukraine

Viele Unterstützer kamen zur Sammelaktion für den nächsten Hilfskonvoi in die Ukraine

Ab zehn Uhr morgens vor der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach: Motoren stoppen, Kofferräume springen auf, Hände packen zu. Es ist der sechste „Drive-in“ für die Ukraine, und die Routine ist beeindruckend. Was früher Improvisation war, gleicht heute einem logistischen Uhrwerk. Sechzig Freiwillige wirbeln zwischen den Fahrzeugen, darunter elf Firmlinge der Gemeinden St. Laurentius, St. Josef und St. Antonius Abbas. Erfahrene Helfer in Warnwesten dirigieren die Autos in zwei Reihen, entladen Kisten, sortieren Hilfsgüter.

Eingespielte Abläufe

Alles hat System: Die Spenden wandern thematisch sortiert direkt vom Pkw in den Laderaum der bereitstehenden Lastwagen. Das Tempo ist hoch. Nur zwei Stunden nach dem Start ist der erste 40-Tonner randvoll. Er gehört zum 19. Hilfskonvoi, der am 30. April Richtung Osten aufbrechen wird. Am Nachmittag schon folgt ein Zwölftonner, reserviert für sperrige Fracht: Fahrräder, Rollstühle, Rollatoren. Mobilität für Menschen, deren Alltag im Krieg aus Trümmern besteht.

„Der strenge Winter und die täglichen Angriffe zermürben die Bevölkerung“, sagt Norbert Kuhl, Vorsitzender der Humanitären Hilfe Overath und frisch dekorierter Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Kinder und alte Menschen leiden

Während die Weltöffentlichkeit ermüdet, bleiben die Hilferufe aus der Ukraine schrill. „Besonders Kinder und Alte leiden“, ergänzt Ulrich Gürster aus Bergisch Gladbach. Sein Ziel: Hoffnung spenden, wo sie am dringendsten fehlt. Zur Zeit ist ein Lkw mit Hänger unterwegs, er bringt einen Radlader in die Ukraine, in die Gladbacher Partnerstadt Butscha. Der 18. Transport rollt über Ostern an. Am Samstag wurde schon der nächste Konvoi vorbereitet.

Die Botschaft der Bergisch Gladbacher und Overather Helfer ist kurz, klar und schnörkellos: „Wir lassen euch nicht im Stich“.