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Offener GanztagSo will Bergisch Gladbach die Übermittag-Betreuung ausbauen

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Am Limit angekommen: Viele Offene Ganztagsschulen haben keine räumliche Reserven für die außerschulische Betreuung.

  1. In Bergisch Gladbach stehen 185 Kinder stehen auf der Warteliste für eine Übermittag-Betreuung.
  2. Die Verwaltung will nun mit Maßnahmen reagieren, um die Engpässe im offenen Ganztag abzumildern.
  3. Wir erklären, was getan werden soll – und wie es sich auswirkt.

Bergisch Gladbach – Die Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung an den 20 städtischen Grundschulen übersteigt auch in diesem Jahr bei weitem das Angebot. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass im kommenden Schuljahr 185 Plätze im offenen Ganztag fehlen werden.

Besonders Alleinerziehende und berufstätige Eltern bringt die fehlende Betreuung in echte Bedrängnis: Denn mangels Betreuungsplätzen bangen sie um ihre berufliche Zukunft.

Nach dem aktuellem Planungsstand liegt die Versorgungsquote im offenen Ganztag mit 2992 Plätzen bei 73 Prozent. Eine Abfrage der Verwaltung hat ergeben, dass 93 Prozent der Eltern für ihre Grundschüler einen OGS-Platz möchten. Es klafft also eine Versorgungslücke von 20 Prozent.

Ideen für Katterbach, Hebborn, Gronau und Moitzfeld noch nicht konkret

An der KGS In der Auen in Refrath will die Verwaltung noch kurzfristig bis Schuljahresbeginn 30 Plätze einrichten: Auf dem Schulhof neben der Turnhalle sollen Containermodule für vier Räume aufgestellt werden.

Für die Schulen Katterbach, Hebborn, Gronau und Moitzfeld gibt es zwar Ideen, wie weitere 104 Plätze realisiert werden könnten. Aber wie und wann sie zur Verfügung stehen werden, ist unklar. Die Verwaltung prüfe derzeit noch welche Umbauten nötig seien, hieß es in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Welche Kosten sich daraus ergeben werden, steht ebenfalls noch nicht fest.

Um Engpässe noch kurzfristig abzumildern, schlägt die Verwaltung darüber hinaus vor, das Angebot der sogenannten Übermittag-Betreuung bis 14 Uhr auszuweiten – solange bis an den jeweiligen Standorten ausreichend OGS-Plätze angeboten werden können. Dieses Angebot richtet sich an Eltern, deren Kinder nicht am offenen Ganztag teilnehmen können und die notfalls auch mit kürzeren Betreuungszeiten zurechtkommen.

Höhere Landespauschalen

Zurzeit werde an den Schulen EGS Bensberg und GGS Moitzfeld darüber nachgedacht, eine solche Betreuung im Zeitrahmen von zwei Stunden zu installieren. Die Kinder sollen bei Bedarf in den Ferien die Ferienangebote der OGS nutzen dürfen. Die Stadt kündigt an, das Übermittag-Angebot mit 5000 Euro je Angebot und Schuljahr zu fördern. Ein Teil der Platzpauschalen, die die NRW-Landesregierung im Februar 2019 erhöht hat, soll die Finanzierung sichern.

In einer Pressemitteilung begrüßt die FDP-Fraktion die Absicht der Verwaltung, das Angebot der Übermittag-Betreuung auf weitere Grundschulen auszudehnen. Bislang gibt es diese verkürzte Form der Betreuung an vier Grundschulen: in Schildgen, Hand, Hebborn und Herkenrath. Dorothee Wasmuth, jugendpolitische Sprecherin der FDP, fordert darüber hinaus mehr Transparenz bei der Vergabe von Plätzen sowie eine frühzeitige Mitteilung der Eltern.