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ModernisierungGladbacher Spielplatz wird umfassend saniert

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Das Foto zeigt den Spielplatz an der Kolpingstraße

Der Spielplatz an der Kolpingstraße ist beliebt

In diesem Jahr beginnt die Neugestaltung des Spielplatzes an der Kolpingstraße in Bergisch Gladbach

Vielleicht wissen die Kinder, die sich auf dem Spielplatz an der Kolpingstraße im Bergisch Gladbacher Stadtteil Paffrath austoben, noch nichts von ihrem Glück. Die Spielelandschaft, die eine zentrale Anlaufstelle für den Nachwuchs in der sogenannten „Jubiläumssiedlung“ darstellt, wird in den kommenden Jahren in großer Form aufgehübscht. Zeitgemäßer soll alles werden, hoffen die Planerinnen und Planer bei der Stadt.

Das Projekt ist seit dem vergangenen Jahr durchgetaktet, es hat einen intensiven Bürgerdialog gegeben und auch die Politik stimmte grundsätzlich zu, und das sogar einstimmig: Für den ersten Bauabschnitt liegt seit Dezember ein Maßnahmenbeschluss vor. Schließlich wird sich auch die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft RBS freiwillig an den Kosten beteiligen, die benachbarten Wohnhäuser liegen im Eigentum der RBS.

Ab 2026 beginnt der Umbau der Anlage. In drei Abschnitten soll bis spätestens 2031 das Projekt abgeschlossen sein. Durch das abschnittsweise Bauen bleibt der Spielplatz durchgehend geöffnet, nur der jeweilige Baubereich ist gesperrt.

Parkfläche und Spielplatz

Der Spielplatz, 7700 Quadratmeter groß und als große Parkfläche im Herzen der Siedlung angelegt, stammt mit seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1964. Schaukel und Rutschenturm kamen als erstes, später wurde mit Rollschuhbahn und Ascheplatz erweitert. Eine Boulebahn kam in den 80ern hinzu. Unter den Bäumen gibt es große Plattenflächen, die den Boden versiegeln. Modernen Aspekten eines Spielplatzes genügt dies nicht mehr.

Im ersten Schritt sollen deshalb die Wegeflächen saniert werden, Platten unter den Bäumen werden entfernt, zahlreiche Flächen entsiegelt Ein Kletterparcours aus Robinienstämmen und Findlingen aus Grauwacke soll das Spieleangebot ergänzen. Pflasterflächen mit Versickerungsmöglichkeiten sollen kommen, in der Vision der Planer entsteht ein Raum für Vegetation, der von Kindern und Jugendlichen auch nicht komplett „bespielt“ werden soll.

Kosten mit Risikoaufschlag

Intakte Spielgeräte sollen integriert werden. Rund 530.000 Euro soll das Projekt in diesem ersten Abschnitt kosten. Es ist bei der Stadt eine Kalkulation mit Risikoaufschlag, die Nettokosten gibt die Stadt mit 390.000 Euro. Weitere Sponsoren sollen aufspringen und wie die Siedlungsgesellschaft unterstützen. Dann könnte sich die Ausstattung noch verändern.

Nach Phase eins folgt 2027 und 208 Phase zwei: die Sanierung des Bolzplatzes mit seinem Asche-Untergrund. Der vorhandene Platz wird verschwinden und ersetzt durch zwei unterschiedliche Multicord-Anlagen – also vielfältig nutzbare Kleinspielfelder. Die Stadt spricht von einem Gymnastikbereich im Freien (Outdoor-Gym), der auch von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen genutzt werden könne.

Zwischen den Anlagen sollen gepflasterte Bereich entstehen, die auch als Rollflächen für Scooter oder (so die Stadt) Fahrrädchen genutzt werden sollen. Neue Bänke, Mülleimer und Abstellplätze für Räder sollen auch kommen, wie in Abschnitt eins.

Schaukel und Seilrutsche

Schließlich der letzte Bauabschnitt, aktuell für die Jahre 2029 bis 2031 geplant. Entstehen soll eine große, moderne Spielelandschaft für Kinder zwischen 10 und 15 Jahren. Diese Zielgruppe habe wenig Spielemöglichkeiten auf den Spielplätzen, räumt die Verwaltung ein. Mit der Anschaffung eines neuen Spielgerätes werde sich dies ändern, hofft die Stadt. Turmelemente zum Klettern und Rutschen , eine größere Schaukel, eine Seilrutsche und ein Karussell-ähnliches Spielgerät schweben den Machern vor. Das Bild der Freizeitanlage wird sich nach der Fertigstellung deutlich verändert haben.

Die Modernisierung der Spielplätze ist seit langem ein Dauerthema in der Verwaltung; derzeit beschäftigt sich auch eine Spielplatzanalyse mit diesem Thema. In den vergangenen Jahren erneuerte die Stadt unter anderem den Spielplatz am Peter-Bürling-Platz in Refrath und an der Dechant-Müller-Straße/Beit-Jala-Platz in der Stadtmitte. Aus der Bevölkerung gab es dafür viel Lob, aber auch kritische Stimmen meldeten sich zu Wort, etwa wegen der Auswahl der Spielgeräte (in Refrath) oder ausuferndem Spielplatz-Lärm (Dechant-Müller-Straße).

Aufgrund der Bürgerdialoge für den Spielplatz an der Kolpingstraße setzen die Planer auf eine große Unterstützung aus der Bevölkerung.