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SchuleStadt feiert die Erweiterung der Hauptschule Kleefeld

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Das Foto zeigt die Feierstunde zur Eröffnung des Erweiterungsbaus der Hauptschule in Hebborn

Mit großem Schlüssel: Feierstunde zur Eröffnung des Erweiterungsbaus der Gemeinschaftshauptschule Im Kleefeld in Bergisch Gladbach-Hebborn

Der Erweiterungsbau für die Gemeinschaftshauptschule Im Kleefeld in Bergisch Gladbach ist an die Schulgemeinde übergeben worden

 „Die letzte Zeit haben wir die Bauarbeiten täglich vor Augen gehabt. Jetzt können wir sie nutzen. Das ist schon cool,“freute sich Walid Jawisch, Schülersprecher der Bergisch Gladbacher Gemeinschaftshauptschule Kleefeld in seiner lebendigen Rede. Grund der Freude: Am Samstag wurden für den Erweiterungsbau die Schlüssel übergeben.

Das Foto zeigt die neuen Räume der Hauptschule

Die neuen Räume der Hauptschule

Der Schülersprecher weiter: „Es gibt mehr Möglichkeiten – und wir wollen gut mit den Räumen umgehen! “ Wenn Holz nach Zukunft riecht, dann sieht sie aus wie der neue Erweiterungsbau der Gemeinschaftshauptschule Kleefeld. Wo jahrelang Pläne gewälzt und Kräne gedreht wurden, herrscht jetzt Leben.

Dieser Bau war kein Sprint, auch wenn es zum Schluss zügig ging. Er war ein politischer Marathon. Drei Namen, drei Epochen: 2017 legte die Stadtverwaltung, damals unter Lutz Urbach, den Grundstein in den Köpfen. Frank Stein trieb das Vorhaben weiter voran. Und am Samstag übergab nun Bürgermeister Marcel Kreutz die Schlüssel.

Weitere Projekte

„Ein Dank an alle, die den Atem behalten haben“, resümierte Kreutz. Sein Dank galt der Schulbau GmbH, der Verwaltung und den Handwerkern und Handwerkerinnen. Und Kleefeld ist erst der Anfang.

Die Stadt baut weiter: Die Erweiterungsbauten für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium stehen kurz vor der Fertigstellung. Die Botschaft ist klar: Die Stadt investiert in Köpfe. Sebastian Rolko von der Schulbau GmbH bewies bei der kleinen Feierstunde im Musikraum des neuen Gebäudes rhetorisches Geschick.

Er zog eine Parallele zwischen Herausforderungen einer Baustelle und Stundenplan. Deutsch: Kommunikation – ohne sie versteht kein Gewerk das andere. Mathematik: die nackten Zahlen, das Budget, das halten muss. Geometrie: „Dreidimensionales Planen fasziniert mich bis heute“, gestand Rolko. Sport: die Ausdauer, die man braucht, wenn es hakt. Samstag konnten die Gäste nun im fertigen Haus Platz nehmen.

Alles freundlich und hell

Die Räume, das Treppenhaus, viel Holz: hell und freundlich. Dieses Gebäude – diesen Eindruck kann man durchaus gewinnen – zollt den Schülerinnen und Schülern Respekt. Als der voll besetzte Musikraum plötzlich die Lüftung rumpeln lässt, blieb es bei einem technischen Hinweis. „Alles in Ordnung“, beruhigte Rolko. „Wenn so viele im Raum sind, muss die Anlage stärker arbeiten. “

Dass Schule hier mehr ist als Wissensvermittlung, zeigte das Rahmenprogramm. Die Fünftklässler schmetterten drei Songs aus ihrem aktuellen Musical – mit einer Verve, die den Staub der Bauzeit aus den Fluren fegte. „Wo wären wir ohne Musik? “, fragte der Chor.

Beeindruckendes Kunstprojekt

Eindrucksvoll auch das Kunstprojekt von Jamila Deppe, die mit der 9a ein Bild zur Fertigstellung malte. Kein Werk zum bloßen Bestaunen, sondern zum Mitmachen. Die Besucher sollten ergänzen. „Geben Sie uns Ihre guten Gedanken mit. Wir haben Schülerinnen und Schüler, die sehr sensibel sind. Wenn Sie wiederkommen, werden Sie die Gedanken in den Bildern an den Wänden wiederfinden“, erklärte Deppe.

Schulleiterin Sabine Hantel wirkte sichtlich bewegt. An der GHS Kleefeld ist die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern keine Einbahnstraße, sondern ein enges Geflecht. Der Neubau bietet nun den Raum, den diese pädagogische Nähe braucht. Hantel dankte der Stadt, dass sie diese Schulform wertschätzt.

Schule soll wachsen

„Hier lernen Menschen, ihren eigenen Weg zu finden“, sagte die engagierte Pädagogin. „Und wir waren jederzeit im Prozess eingebunden“ ergänzte sie dankbar. „Die Schule hat ein Alleinstellungsmerkmal: Sie ist ein kleines System“, stellte Martin Schneider, der zuständige Schulrat, fest. Besonders freute er sich, dass die GHS beim Startchancen-Programm mitmacht – dem langfristigsten Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Er selbst war 1999 an die Schule abgeordnet. Aus eigener Erfahrung weiß er: Hier hat man sich gegenseitig im Blick. „Blumen gibt es genug“, stellte zum Schluss Thomas Fritsche von der Kreissparkasse in Bergisch Gladbach fest. Er hatte deshalb einen Scheck über 500 Euro dabei, der bei der Ausstattung helfen soll. Das Haus ist fertig – doch erst jetzt beginnt es zu wachsen. Der Schlüssel ist übergeben – heute kann die Zukunft aufgeschlossen werden.