Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, wie die neue „Bibliothek der Zukunft“ genutzt wird, werden berücksichtigt, versichert die Stadtverwaltung.
Bergisch GladbachStadt startet Online-Umfrage zur künftigen Stadtbibliothek

Das jetzige Gebäude der Stadtbibliothek Bergisch Gladbach fühlt sich an wie ein Provisorium: marode und zu klein.
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Auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach soll in den kommenden Jahren ein neuer Mittelpunkt für Bildung, Begegnung und Kultur entstehen – und die Stadtbücherei soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Stadt startet nun eine Online-Befragung, bei der Bürgerinnen und Bürger ihre Erwartungen an die „Bibliothek der Zukunft“ formulieren können.
Gefragt wird unter anderem, welche Angebote eine moderne Bibliothek heute braucht, wie die Räume genutzt werden sollen und was Menschen sich von einem offenen Lern- und Aufenthaltsort wünschen. Die Teilnahme dauert rund 15 Minuten; der Link zur Umfrage ist bereits freigeschaltet.
Das jetzige Gebäude ist marode und zu klein
Wichtig dabei: Der Umzug der Stadtbücherei in das ehemalige Kantinen-Gebäude auf Zanders ist bereits beschlossene Sache. Die Kosten für den Umbau hat ein beauftragtes Fachbüro mit 20 Millionen Euro kalkuliert. In der aktuellen Planungsphase geht es daher nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“: Welche Schwerpunkte soll die neue Bibliothek setzen, wie sollen Flächen aufgeteilt werden?
Gemeinsam mit der Stadtbibliothek und der Zanders-Entwicklungsgesellschaft arbeitet die Verwaltung derzeit an einem Konzept für die neue Bücherei. „Ziel ist es, einen offenen und vielseitigen Ort zu schaffen, der den Bedürfnissen der Menschen in Bergisch Gladbach entspricht, heute und in Zukunft“, erläutert Stadtsprecher Patrick Ortmanns. Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Seit Jahren fühlt sich das jetzige Gebäude an der oberen Hauptstraße am Forumpark wie ein Provisorium an.
In den Focus rückt die Frage: Wie viel Raum gibt es – und wofür?
Moderne Anforderungen an eine Bibliothek können hier aufgrund von Platzmangel und massiver baulicher Schäden nicht erfüllt werden. Denn längst geht es nicht mehr nur darum Bücher auszuleihen. Heutzutage sind Bibliotheken Lernorte, Arbeitsorte, Treffpunkte – Räume, in denen Kinder lesen lernen, Jugendliche Hausaufgaben machen, Erwachsene recherchieren, Seniorinnen und Senioren Kurse besuchen oder einfach Zeit verbringen. Je mehr solche Aufgaben dazukommen, desto stärker rückt die Frage in den Focus: Wie viel Raum gibt es – und wofür?
Die Online-Umfrage, entwickelt von der Agentur Includi, soll dabei helfen, ein konkretes Konzept zu erstellen, das möglichst viele Perspektiven berücksichtigt. Laut Verwaltung fließen die Rückmeldungen „direkt in weitere Planungen ein“ – unabhängig davon, ob Menschen die Bücherei regelmäßig nutzen oder bisher wenig Berührung hatten. Wer mitreden will, hat jetzt die Gelegenheit.

