Der neue Standort der Feuerwache-Süd beim Autobahnanschluss Frankenforst kann kommen. Der Stadtrat Bergisch Gladbach hat der Aufstellung eines Bebauungsplan zugestimmt.
Feuerwache-SüdRat fällt wichtige Beschlüsse für neuen Standort in Bergisch Gladbach

An dieser Kreuzung nahe der A4 soll die neue Feuerwehrwache gebaut werden.
Copyright: Guido Wagner
Die Feuerwache-Süd beim Autobahnanschluss Frankenforst hat im Stadtrat eine weitere, entscheidende Hürde genommen. Mit großer Mehrheit stimmte der Rat der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans zu. Im nächsten Verfahrensschritt geht es um die „frühzeitige Beteiligung“. In diesem Verfahren werden Behörden und Verbände zur Stellungnahme aufgefordert. Aber auch die Bürgerschaft kann hier noch einmal Einwände vorbringen.
Zur Umweltsituation im Plangebiet gibt es bereits ein Gutachten aus 2021. Letztlich kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass der dortige Wald ohne „artenschutzrechtliche“ Bedenken gerodet werden kann – zu beachten seien allerdings „Vermeidungsmaßnahmen“ und natürlich Ausgleichsmaßnahmen. Geschützte Biotope gebe es dort nicht, Gewässer sind nicht vorhanden und die klimatischen Auswirkungen auf die benachbarte Bebauung sei „gering bis mittel“. Kurzum: Das Gutachten sieht keine umweltrelevanten Gründe gegen eine Bebauung.
Derzeit gibt es zwei Bebauungsvarianten. Geplant ist im weiteren Verfahren ein Vergabeverfahren, um das wirtschaftlichste Angebot herauszusieben. Weiter geht es mit einer erneuten Öffentlichkeitsbeteiligung, wo die konkretisierten Pläne vorgestellt werden. Dann noch einmal in den Stadtrat. Schließlich wird das Baurecht erteilt und die Bagger können anrollen – einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht.
Gegen den Entwurf der Verwaltung stimmte im Rat nur die Freien Wähler. Sie kritisieren, die Dimensionen der Änderungen im Flächennutzungsplan. Es wäre planungsrechtlich möglich, den Waldstreifen Richtung Frankenforster Straße zu schützen. Im Wohnumfeld der geplanten Feuerwache gibt es erheblichen Widerstand gegen das Bauprojekt. Lange Zeit waren auch die Grünen erbitterte Gegner des Standorts.
