Ab Montag ändert sich der Schulweg für die Schülerinnen und Schüler der Concordia-Grundschule in Schildgen
SchulwegSchildgens Grundschüler kommen ab Montag anders zur Concordiaschule

Der gesperrte Gehweg in Schildgen
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Diesmal soll keine Panne passieren. Ab Montag müssen die Grundschule der Concordiaschule in Bergisch Gladbach-Schildgen vorübergehend einen anderen Fußweg einschlagen, wenn sie zu ihrer Schule wollen.
Wegen der Bauarbeiten an der Altenberger-Dom-Straße wird der übliche Schulweg geändert. Der Concordiaweg, an dem die Schule liegt, ist dann nicht mehr über die Altenberger-Dom-Straße erreichbar. Die Stadt sorgt für Ersatz: Während der Baumaßnahme werden die Schüler über die Voiswinkeler Straße geführt, die Grundschule wird vom hinteren Gelände aus erreicht.
Vorgeschichte der Umleitung
Ein provisorischer Zuweg ist bereits fertiggestellt, ab Montag kann er genutzt werden. Die Stadt hat in ihrer Mitteilung auch eine große Skizze mitgeliefert, die sich an den WalkingBus-Haltestellen orientiert; auch von dort soll der Nachwuchs problemlos zur Schule kommen. Nichts soll schief gehen zum Start der Schulweg-Umleitung. Die Umleitung hat auch eine Vorgeschichte, keine gute. Vor einigen Tagen saßen die Schülerinnen und Schüler morgens im Unterricht, als Bauarbeiter den Bürgersteig an der Concordiaweg sperrten.
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Das geschah, wie die Stadt später einräumen musste, ohne Unterrichtung der Schule. Plötzlich war den Kindern der gewohnte Rückweg nach Hause versperrt. Dass es an diesem Tag zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen ist, war dem beherzten Eingreifen von einigen Lehrern und Eltern zu verdanken.
Es geht um die Elterntaxis
Die Stadt musste später kleinlaut einräumen, dass sie die Abstimmung mit der Grundschule versäumt hatte. Auch die Bauarbeiten hätten nicht unangekündigt starten dürfen. Die Aufregung in Schildgen war jedenfalls groß, auch weil der Umbau der Altenberger-Dom-Straße nach wie vor umstritten im Stadtteil ist.
Die Stadt will am Montag für alles gewappnet sein. Sie hat daher auch den Hol- und Bringverkehr im Blick, die berühm-berüchtigten Elterntaxis. Sie sollen unbedingt aus dem Wohngebiet, das an die Voiswinkeler Straße grenzt, herausgehalten werden. Die von der Voiswinkeler Straße aus abgehenden Stichstraßen werden vorübergehend zu Anlieger-frei-Bereichen.
Das heißt: Nur Anlieger dieser Straßen dürfen diese nutzen. Die Stadt betont, dass sich für die Anwohner der betroffenen Wohnstraßen nichts ändert, auch Besucher, Handwerker und Lieferdienste und andere Gewerbetreibende dürften hier lang fahren. Eltern, die ihre Sprösslinge zur Schule bringen, ist es jedoch verboten, diese Anlieger-frei-Straßen zu nutzen.
Zufahrt vom Fahner Weg
Der Concordiaweg sei aber vom Fahner Weg aus anfahrbar, heißt es bei der Stadt. Sollte sich zeigen, dass die Veränderungen nicht passten, werde man nachsteuern, verspricht die Stadt. Die Umleitungen ab Montag sind nur der Auftakt für mehr. In den kommenden Jahren wird die gesamte Altenberger-Dom-Straße saniert und umgebaut. Radfahrende und Zu Fuß Gehende sollen mehr Platz erhalten, Parkplätze am Straßenrand wegen der gefährlichen Dooring-/Tür-Unfälle wegfallen.
Händler sorgen sich um Kunden und um Umsätze, die Stadt setzt auf eine grundsätzliche Neuordnung des Verkehrs. Der Baustart für einen ersten Abschnitt zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße hatte die Stadt im Januar kurzfristig abblasen müssen.
Auch hier gab es Unstimmigkeiten bei der Führung des Autoverkehrs. Vorgeschlagen hatte die Stadt, den Verkehr halbseitig durch den Ort weiter fahren zu lassen, in Richtung Leverkusen und Odenthal. Alle Autofahrer aus Gegenrichtung Leverkusen hätten den Stadtteil in einem großen Bogen umfahren sollen.
Ein neuer Baustart ist von der Stadt bislang nicht bekanntgegeben worden. Stattdessen wird zunächst an den Gehwegen gearbeitet, mit Folgen für die Schulkinder.
