Gesundheit am ArbeitsplatzGladbacher Firma will zum Wohlfühlbetrieb werden

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In den Laboren des Unternehmens werden Raumakustik, Schalldämmung und der Hall von Materialien geprüft.

Bergisch Gladbach – Erfolgreiche Projekte und eine gute Auftragslage im Betrieb sind Ziele wohl aller Unternehmerinnen und Unternehmer. Dahinter stecken vor allem die Leistungen und das Engagement der Beschäftigten. Das ist dem Unternehmerpaar Brigitte Graner und Bernhard Graner-Sommer in Bergisch Gladbach durchaus bewusst. Wie geht es den Angestellten an ihrem Arbeitsplatz? Wie kommen sie klar mit der veränderten Arbeitswelt unter Corona-Bedingungen? Darauf haben die beiden in den vergangenen Monaten besonders geachtet und sind schnell aktiv geworden.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement haben sie in ihrer Firma „Graner und Partner Ingenieure“ völlig neu strukturiert und erweitert. Dafür ist eigens eine neue Fachkraft eingestellt worden. Sport, Ernährungstipps, Aufenthalt im Freien, Meditationstraining, kostenlose Getränke, flexible Gestaltung und Erfassung der Arbeitszeit – das sind wesentliche Inhalte des Gesundheitsangebotes in dem Gladbacher Ingenieurbüro. Ganz aktuell besteht neuerdings eine Kooperation mit dem Vorstand des DJK-SSV Ommerborn Sand: Die 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können in der Vereinshalle trainieren.

Brigitte Graner und Bernhard Graner-Sommer haben in der Corona-Pandemie die Gesundheit ihres Mitarbeiterteams im Blick.

„Das verständnisvolle Miteinander ist entscheidend“

„Die Wertschätzung für das Team, Zusammenarbeit ohne Stress und Probleme und auch die Gesundheit unserer Beschäftigten sind uns wirklich wichtig“, erklärt Brigitte Graner. Digitales Arbeiten mit Homeoffice werde von Beschäftigten unterschiedlich bewältigt. „Das verständnisvolle Miteinander ist für uns entscheidend“, betont die Ingenieurin. Betreut und organisiert wird das betriebliche Gesundheitsmanagement von Ronny Yvonne Strasser. Als neue Fachkraft im Unternehmen unterstützt sie ebenso die Geschäftsleitung und das Marketing. „Gesundheit im Beruf war für mich immer ein Thema. Sehr intensiv habe ich Fortbildungen besucht“, erklärt die ausgebildete Hotelfachfrau.

Regelmäßig frage sie die Wünsche und Ideen der Beschäftigten ab, übernimmt die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen, knüpft Kontakte für weitere Angebote, die das Wohlbefinden des Teams unterstützen, organisiert Termine. Übrigens sind auch Hunde am Arbeitsplatz willkommen. Vier Vierbeiner sind regelmäßig in den Büros anzutreffen. Veränderte Arbeitswelten treiben Bernhard Graner-Sommer, im Ehrenamt auch Vize-Präsident der IHK zu Köln, schon lange um. „Mir war klar: Wir müssen etwas tun. Lebensqualität sollen die Beschäftigten auch im Büro finden, nicht nur außerhalb davon.“

Erweiterung des Firmensitzes im Lockdown

Während des Lockdowns Ende 2020 startete das Unternehmerpaar die Erweiterung des Firmensitzes im Stadtteil Sand. Im Frühjahr 2021 waren neue Büros, ein großzügiger Konferenzraum und eine Aufenthaltsfläche im Grünen fertig. Das Projekt auf engem Raum nach Maß zu realisieren, sei auch für sie als Fachleute eine Herausforderung gewesen. Graner-Sommer: „Die Raumnutzung, die Bedürfnisse und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter und auch mögliche Störfaktoren waren zu beachten.“

Störende Lärmquellen in Gebäuden und Räumen vermeiden, das ist das Fachgebiet von Brigitte Graner und Bernhard Graner-Sommer. „Ein Bauwerk hat viele Seiten, die miteinander wirken müssen“, weiß Brigitte Graner als Ingenieurin für Raumakustik aus vielen Jahren beruflicher Praxis. „Es umfasst alles, was mit Bauphysik zu tun hat, dazu gehören Akustik, Schallschutz, Dämmung und thermisches Verhalten.“

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Unter den aktuellen Bauprojekten des Unternehmens ist zurzeit der „Fraport“ - Terminal 3 am Flughafen Frankfurt, die Silvretta Therme in Ischgl und die Sanierung mit Erweiterung der Universität in Bielefeld. Auch bei weniger großen Objekten, wie dem Umbau von Altbauten oder dem Schallschutz in Reihenhäusern, ist ihre fachliche Expertise gefragt – übrigens auch als eine anerkannte Prüfstelle.

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