Schilder für KippekausenKeine weiteren Alternativen zum einseitigen Halteverbot

Für die Einsatzfahrzeuge bleibt bei zugeparkter Straße nur eine schmale Gasse – zu wenig bei einem Brand.
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Bergisch Gladbach – Für die Burgstraße und auch den benachbarten Burgherrenweg im Stadtteil Kippekausen werden in den nächsten Wochen einseitige Halteverbote kommen. „Diese Verbote sind bereits angeordnet worden von der Straßenverkehrsbehörde“, erklärt Martin Rölen aus der Pressestelle der Stadt.
Wie berichtet sind die momentan beidseitig zugeparkten Wohnstraßen zu schmal als Aufstellfläche bei einem Einsatz der Feuerwehr. Eine Stellprobe vor den Weihnachtstagen an der Burgstraße (wir berichteten) hatte die Auffassung von Gladbachs Feuerwehrleiter Jörg Köhler bestätigt. Die verbleibende Restfläche reiche nicht aus, um mit den Gerätschaften (Leitern, Schläuche und so weiter) zu einem Einsatzort in der Straße zu gelangen.
Burgstraße soll Halteverbot bekommen
Teils war die Fläche so knapp bemessen, dass die Feuerwehrleute kaum die Fahrzeugtüre zum Aussteigen öffnen konnten. Wie auf Nachfrage von der Stadt erläutert, sei das Aufstellen der entsprechenden Verbotsschilder zum allgemeinen Geschäft der Verwaltung zählend. Einen entsprechenden Beschluss im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr bedürfe es nicht, erläutert Rölen.
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An der Stellprobe mit den Feuerwehrfahrzeugen hatten neben Köhler unter anderem auch Bürgermeister Lutz Urbach (CDU) und die Leiterin des Ordnungsamtes, Ute Unrau, teilgenommen. Wie Martin Rölen erklärt, solle in der Burgstraße die mit einem Fußweg versehene Straßenseite ein Halteverbot bekommen. Wann genau im Januar mit dem Aufstellen der Schilder zu rechnen sei, könne die Stadt derzeit noch nicht sagen.
Angst vor Parkchaos
Anwohner der betroffenen Straßen fürchten, dass mit dem Halteverbot ein Parkchaos im Stadtteil ausbricht. Allein an der Burgstraße seien es etwa 70 Parkplätze, die mit dem Verbot wegfielen. Ersatz gebe es keinen, so lautetet auch der Vorwurf, den beim Ortstermin mehrere Anwohner in Richtung der Stadt äußerten. Die Parkplatzsituation im gesamten Stadtteil sei bereits äußerst schwierig.
Hierzu sagt der Sprecher der Verwaltung, dass die Fraktionen Anträge für das Einrichten von Parkmöglichkeiten in den Ausschuss einbringen könnten. Darüber werde dann im politischen Raum beraten. Etwa alternierendes Parken in den beiden Straßen einzurichten, hätten sich als nicht durchführbar erwiesen, bedauert der Mitarbeiter. Eine Alternative zum Halteverbot in den Wohnstraßen gebe es derzeit nicht.


