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Hickhack um Schlossstadtfest zerstört Aufbruchsstimmung

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Blick von oben auf die Schloßstraße.

Das Frühlingsfest in Bensberg hat im April das letzte Mal stattgefunden. 

Unter dem Streit zwischen Händlern und Agentur leidet nicht nur das Fest, sondern Bensberg. 

Es wäre genau der richtige Moment gewesen, die neue Schloßstraße so richtig in Szene zu setzen: mit ihren Bänken, den Sitzstufen, der Treppe – und mit einem Fest, dessen Name mehr ist als Folklore. Schlossstadtfest: Das klingt nach Identität, nach Selbstbewusstsein, nach einem Stadtteil der etwas aus sich macht.

Stattdessen überlagert ein Hickhack die Aufbruchsstimmung, die Frühlingsmarkt und Schlemmermarkt gerade erst erzeugt haben. Die Terminkollision ist zwar ärgerlich, aber kein Drama.

Was schwerer wiegt, ist der Ton, in dem IBH-Vorstand und Eventagentur ihren Konflikt austragen. Wenn Misstrauen öffentlich wird, wenn Geschäftsleute Aktionen zurückziehen und sich Lager bilden, leidet nicht nur ein Fest. Dann leidet Bensberg.

Am Ende bleiben nur zwei saubere Wege: Entweder man trennt sich mit Anstand. Oder man rauft sich zusammen und arbeitet professionell weiter. Gerade nach der langen Baustellenzeit bräuchte die Schloßstraße jetzt ein starkes Signal: Wir ziehen gemeinsam an einem Strang. Alles andere schadet nur.