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BauarbeitenSanierung der Stationsstraße in Bergisch Gladbach: Schluss mit Schleichtempo für Busse

Die Bauarbeiten sollen bis Ende der Woche fertig sein, danach könnte die seit dem Sommer geltende Tempobremse für Linienbusse enden.

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Die Stationsstraße am Busbahnhof (r.) wird nun repariert.

Mit Schrittgeschwindigkeit durch eine der wichtigsten Busachsen der Innenstadt: Was seit dem Sommer für die Fahrer der Linienbusse auf der Stationsstraße Alltag ist, soll schon bald Geschichte sein. Derzeit laufen dort Bauarbeiten, bei denen nicht nur die Schäden an der Fahrbahn beseitigt werden. Gleichzeitig wird ein Problem mit Versorgungsschächten gelöst, das seit dem Neubau der Straße besteht.

Im Juli hatten Fahrer der Wupsi Alarm geschlagen. Wegen erheblicher Schäden in der Fahrbahn bestand die Gefahr, dass Busse mit dem Unterboden aufsetzen. Der städtische Bauhof bestätigte bei einer Überprüfung den schlechten Zustand. Die Konsequenz war ungewöhnlich: Zunächst wurde auf dem betroffenen Abschnitt Tempo 5 für sämtliche Fahrzeuge angeordnet. Wenig später durfte der übrige Verkehr wieder mit Tempo 20 fahren, für Busse blieb es dagegen beim Schleichtempo.

Keine Vollsperrung wegen des Busbahnhofs

Eine Vollsperrung kam nicht ohne Weiteres infrage. Die Stationsstraße ist die zentrale Zufahrt zum Busbahnhof. Würde sie komplett gesperrt, wäre dieser vom Straßenverkehr abgeschnitten. Deshalb blieb zunächst die Tempobeschränkung bestehen.

Nun nutzt die Deutsche Telekom ohnehin anstehende Arbeiten an ihren Versorgungseinrichtungen, um gemeinsam mit der Stadt eine dauerhafte Lösung zu schaffen. Zwei Schachtabdeckungen, die bislang innerhalb der Fahrspuren liegen, werden entfernt. Sie waren beim Neubau der Stationsstraße zwischen 2010 und 2012 dort angelegt worden. Künftig soll nur eine Abdeckung verbleiben – außerhalb der Fahrspuren und mittig in der Querungshilfe.

Das soll gleich mehrere Vorteile bringen. Müssen die Versorgungseinrichtungen später gewartet werden, sollen Arbeiten möglich sein, ohne die Fahrspuren unmittelbar in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig verschwindet ein weiteres Ärgernis: Klappernde Schachtabdeckungen hatten immer wieder für Lärm gesorgt.

Neuer Asphalt und besserer Fahrbahnaufbau

Mit dem Umbau allein ist es nicht getan. Die Telekom übernimmt nach Angaben der Stadt auch umfangreiche Asphaltarbeiten. Der Fahrbahnaufbau im betroffenen Abschnitt wird verbessert, zugleich soll ein Großteil der vorhandenen Schäden beseitigt werden. Damit geht die Maßnahme über das bloße Ausbessern einzelner schadhafter Stellen hinaus.

Für die Stationsstraße ist das von besonderer Bedeutung. Auf ihr fahren täglich zahlreiche Busse zum angrenzenden Busbahnhof und wieder hinaus. Gerade die schweren Fahrzeuge belasten den Straßenaufbau erheblich. Die im Sommer angeordnete Schrittgeschwindigkeit war deshalb nur ein Provisorium. Lange müssen sich die Busfahrer damit nach derzeitiger Planung nicht mehr arrangieren. Die Bauarbeiten sollen bis Ende dieser Woche abgeschlossen sein. Dann wären nicht nur die Voraussetzungen für künftige Wartungsarbeiten verbessert und störende Schachtdeckel aus den Fahrspuren verschwunden. Vor allem soll die Fahrbahn wieder so hergestellt sein, dass die ungewöhnlich langsame Fahrt der Busse durch die Stationsstraße ein Ende haben kann. (wg)