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Gewitterfront in Rhein-BergBäume stürzen auf Autos und Stromleitung

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Baum auf Straße und Pkw.

Auf Straßen und geparkte Autos stürzten Bäume wie hier am Freitagabend (19.6.) in Rösrath.

Feuerwehrleute arbeiten bis kurz vor Mitternacht zahlreiche Einsätze ab – umgestürzte Bäume, Wasserschäden und Fehlalarme halten die Kräfte auf Trab.

Dunkle Wolken, aufziehender Wind und die Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen bis 100 Stundenkilometern, vor der auch die Feuerwehr Bergisch Gladbach umgehend auf ihren Internetkanälen warnte, versetzten zum Wochenende auch die Feuerwehren im übrigen Rheinisch-Bergischen Kreis in Alarmbereitschaft. Während die Einsatzkräfte vorsorglich ihre Meldeköpfe besetzten, zog die Unwetterfront über die Region hinweg. Größere Schäden blieben zwar aus, dennoch mussten die Feuerwehren einige wetterbedingte Einsätze abarbeiten.

Der Durchzug der Unwetterfront sorgte für zahlreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet.
Luca Meysing, Pressesprecher der Feuerwehr Rösrath

In Rösrath nahm die Feuerwehr um 19.37 Uhr ihren Meldekopf zur zentralen Koordinierung der Einsätze in Betrieb. Gleichzeitig wurden die Feuerwehrhäuser in Sitzbereitschaft versetzt. Rund 40 Einsatzkräfte aller Einheiten waren bis kurz vor Mitternacht im Einsatz. „Der Durchzug der Unwetterfront sorgte für zahlreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet“, berichtet Feuerwehrsprecher Luca Meysing.

Schon am Vormittag waren die Einsatzkräfte zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Altenheim gerufen worden. Nach umfangreicher Erkundung stellte sich jedoch heraus, dass kein Schadensereignis vorlag. Ähnlich verlief ein Einsatz am frühen Abend in einem großen Einrichtungshaus. Auch dort löste die Brandmeldeanlage aus, ohne dass die Feuerwehr eine Ursache feststellen konnte.

Ein baum Baum liegt auf einer Stromleitung.

Ein Baum ist durch das Unwetter auf eine Freilandleitung gestürzt.

Parallel wurde ein brennender Pkw gemeldet. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte jedoch kein Feuer vor. Stattdessen beseitigten sie eine Ölspur auf der Fahrbahn. Eine weitere Brandmeldeanlage schlug später wegen eindringenden Wassers Alarm.

Umgestürzter Baum blockierte eine Straße und beschädigte einen geparkten Wagen

Mit dem Eintreffen der Gewitterfront gegen 19.30 Uhr häuften sich dann die wetterbedingten Einsätze. Ein umgestürzter Baum blockierte eine Straße und beschädigte dabei einen geparkten Wagen. Mithilfe mehrerer Motorsägen beseitigte die Feuerwehr das Hindernis. Auf der Autobahn mussten gemeinsam mit der Autobahnpolizei zahlreiche Äste von der Fahrbahn entfernt werden.

Auch in einer Turnhalle drang Wasser ein. Die Einsatzkräfte nahmen die Wassermassen mit mehreren Wassersaugern auf. Zwei weitere gemeldete Wasserschäden erwiesen sich nach der Erkundung als weniger gravierend und machten kein Eingreifen erforderlich.

Vermeintliche „Rauchwolke“ entpuppt sich als Nebelschleier über dem Wald

Für einen weiteren Alarm sorgte am Abend eine gemeldete Rauchentwicklung über einem Waldgebiet in Forsbach. Vor Ort stellte sich die vermeintliche Rauchwolke jedoch als harmloser Nebelschleier heraus.

Noch gegen 21.46 Uhr mussten die Feuerwehrleute ausrücken, weil ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt war. Mit Hilfe der Drehleiter konnte die Gefahrenstelle beseitigt werden. Wenig später stürzte ein weiterer Baum auf einen geparkten Pkw und beschädigte dessen Windschutzscheibe. Erst gegen 23.50 Uhr war der letzte Einsatz abgearbeitet.

Feuerwehr Overath wird zu neun Einsätzen wegen der Unwetteerfront gerufen

Auch die Feuerwehr Overath wurde durch die Unwetterfront gefordert. Dort wurden insgesamt neun Einsätze abgearbeitet. Aufgrund der Wetterlage wurde zeitgleich um 19.37 Uhr der Meldekopf Overath in Betrieb genommen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Bereich Marialinden, wo überwiegend umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste beseitigt werden mussten.

Größere Schäden oder verletzte Personen gab es nach Angaben der Feuerwehr glücklicherweise nicht. „Insgesamt hatten wir Glück, da die Unwetterzelle weiter südlich am Stadtgebiet Overath vorbeizog und somit größere Auswirkungen ausblieben“, teilte die Feuerwehr mit. Im Einsatz waren die Einheiten aus Marialinden, Overath und Immekeppel.

Feuerwehr Kürten muss auch in der Nacht zu Sonntag wegen eines zur Gefahr gewordenen Baums ausrücken

Auch die Feuerwehr Kürten wurde infolge der Unwetterlage alarmiert. Bereits am Freitagabend rückte die Einheit Dürscheid gegen 19.28 Uhr nach Spitze aus. Dort bestand eine Gefährdung durch einen umgestürzten beziehungsweise beschädigten Baum. Die Einsatzkräfte beseitigten die Gefahr.

Ein weiterer wetterbedingter Einsatz folgte am frühen Sonntagmorgen. Gegen 5.02 Uhr wurde die Feuerwehr nach Biesfeld gerufen, wo ebenfalls ein Baum zur Gefahrenquelle geworden war. Auch hier sicherten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle und beseitigten die Behinderung.

Damit blieb die Lage in Kürten vergleichsweise überschaubar. Größere Schäden oder verletzte Personen wurden nicht bekannt.