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Gute Hand BiesfeldNeue Leiterin setzt auf Beziehungen in Kürten

Die Gute Hand in Biesfeld ist 1996 als kleine Kita gestartet und heute ein Familienzentrum mit sechs Gruppen für Kinder und Familien.

Zum Jubiläum wurde unter anderem ein Wortgottesdienst gefeiert

Was 1996 als kleine Kindertagesstätte begann, ist in 30 Jahren zu einem Familienzentrum mit sechs Gruppen zu einem herangewachsen, an dem Kinder und Familien willkommen sind und Unterstützung finden. Im September wurde mit einem Sommerfest und einem Wortgottesdienst Jubiläum gefeiert.

Vom Grundstein 1995 zum Start mit 55 Kindern

Der Grundstein für die Einrichtung wurde im Winter 1995 gelegt. Geplant waren zunächst eine reguläre Kindergartengruppe und zwei integrative Tagesgruppen. Schon vor der Eröffnung hatten zahlreiche Familien ihre Kinder angemeldet. Im September 1996 nahm die Kita mit 55 Kindern ihren Betrieb auf.

Anerkennung als Familienzentrum und Wachstum auf sechs Gruppen

Kinder unter drei Jahren kamen hinzu, 2007 folgte die Anerkennung als Familienzentrum des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben der Betreuung gehören seither auch Beratung und Unterstützung für Familien zum Konzept. 2008 übernahm der Träger das Montessori-Kinderhaus Im Binsenfeld von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Aus ursprünglich drei Gruppen wurde so eine Einrichtung mit heute sechs Gruppen.

Neue Leiterin setzt auf Begegnungen und Beziehungen

Für Judith Engelmann, die Mitte Juni die Leitung des Familienzentrums übernommen hat, sind es vor allem die Begegnungen und Beziehungen, die den besonderen Charakter des Hauses ausmachen. Sie ist bereits seit 2017 für die Stiftung Die Gute Hand tätig.

Besonders freut sie, dass ehemalige Kita-Kinder inzwischen selbst Eltern geworden sind und ihren Nachwuchs gerne wieder in der Guten Hand anmelden. Ein schönes Zeichen des Vertrauens und dafür, dass die Einrichtung Menschen über Jahre hinweg begleitet.

Auch wenn mit der Leitungsaufgabe viel Organisation verbunden ist, hat sie ihrem neuen Büro eine kleine Spielecke eingerichtet. „Ich möchte den 1:1-Kontakt zu den Kindern neben der Organisationsarbeit nicht ganz verlieren“, sagt sie und freut sich, wenn gelegentlich Mädchen und Jungen dort spielen.

Das Team der Guten Hand

Demokratie, Vielfalt und Respekt im Alltag

Gemeinsam mit ihrem Team möchte sie einen Ort gestalten, an dem sich alle Kinder und Familien – unabhängig von ihren Voraussetzungen – angenommen fühlen. Demokratie, Vielfalt und Respekt sollen im Alltag gelebt werden. Jedes Kind soll eigene Wünsche äußern können und erfahren, dass seine Stimme zählt. Im Miteinander lernen die Kinder, Rücksicht zu nehmen, Konflikte zu lösen und Verschiedenheit zu akzeptieren.

Jubiläumsfest mit Wortgottesdienst und Gesprächen

Beim Jubiläumsfest im September standen neben dem Rückblick vor allem persönliche Begegnungen im Mittelpunkt. Den Wortgottesdienst gestalteten Kaplan Dr. Christian Ikpeamaeze, Judith Engelmann und ihre Stellvertreterin Natalie Dietrich. Viele Besucher freuten sich außerdem auf Gespräche mit Engelmann und Ellen Peters-Gonska, Leiterin des Heilpädagogischen Kinderdorfs Biesfeld.

Zuversichtlicher Blick nach vorn trotz Herausforderungen

Mit einem starken Team an ihrer Seite blickt Engelmann zuversichtlich nach vorne. Die Zeiten seien durchaus herausfordernd, nicht zuletzt mit Blick auf die Reform des Kinderbildungsgesetzes. Dennoch bleibt der gemeinsame Anspruch bestehen: Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen ein gemeinsames Aufwachsen zu ermöglichen, Familien zu begleiten und einen sicheren Ort zu schaffen, an dem Geborgenheit selbstverständlich ist.

Die Stiftung Die Gute Hand als Trägerin

Trägerin des Familienzentrums ist die Stiftung Die Gute Hand. Seit fast sechs Jahrzehnten begleitet sie Menschen mit emotionalem und psychischem Unterstützungsbedarf.

Zum Verbund gehören sieben Einrichtungen und Dienste der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe im Bergischen Land, in Köln und Leverkusen. Das Angebot reicht von ambulanten bis zu stationären Hilfen.