Trotz mehr als 2000 Tempoverstößen sind die Leitplanken im Dürschtal noch nicht installiert. Es muss endlich gehandelt werden, findet unser Autor
Kommentar zum Leitplanken-DesasterTempo 50 ersetzt keine Leitplanke im Dürschtal


In der Innenkurve (links) gibt's eine Leitplanke, in der Außenkurve, wo dies viel wichtiger wäre, nicht.
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Es ist gut, dass es nun wieder einen Zeitplan gibt. Im September sollen die Arbeiten beginnen, bis Jahresende die fehlenden Leitplanken im Dürschtal stehen. Nur: Angekündigt war das schon einmal.
Bereits Ende 2025 sollten die Schutzplanken montiert sein. Jetzt lautet das Ziel Ende 2026 – und selbst das formuliert Straßen NRW nur als Hoffnung. Dabei ist das Problem seit der Sanierung 2021 bekannt. Fünf Jahre, um Leitungen zu verlegen und einen zuvor vorhandenen Schutz wiederherzustellen, sind schlicht zu lang.
Erst der Tod vier junger Menschen im August 2025 brachte Bewegung in die Sache
Besonders bitter: Erst der Tod vier junger Menschen im August 2025 brachte Bewegung in die Sache. Niemand kann sagen, ob eine Leitplanke den Unfall verhindert oder seine Folgen gemildert hätte. Das ändert aber nichts an der Pflicht, bekannte Sicherheitsdefizite zügig zu beseitigen.
Mehr als 2000 Tempoverstöße seit September zeigen zudem, dass hohe Geschwindigkeiten im Dürschtal weiter ein Problem sind. Ein Tempo-50 -Schild kann eine Schutzplanke aber nicht dauerhaft ersetzen. Nach fünf Jahren darf es keine weitere Verzögerung geben. Die Leitplanke muss jetzt kommen. Nicht als Hoffnung bis Jahresende, sondern verbindlich.

