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Kommentar zum Leitplanken-Desaster
Tempo 50 ersetzt keine Leitplanke im Dürschtal

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1 min
Eine Warntafel, eine Kreuz und Blumen stehen neben der Landstraße im Dürschtal bei Kürten-Dürscheid, an der eine Leitplanke fehlt.

In der Innenkurve (links) gibt's eine Leitplanke, in der Außenkurve, wo dies viel wichtiger wäre, nicht.

Trotz mehr als 2000 Tempoverstößen sind die Leitplanken im Dürschtal noch nicht installiert. Es muss endlich gehandelt werden, findet unser Autor

Es ist gut, dass es nun wieder einen Zeitplan gibt. Im September sollen die Arbeiten beginnen, bis Jahresende die fehlenden Leitplanken im Dürschtal stehen. Nur: Angekündigt war das schon einmal.

Guido  Wagner

Guido Wagner

Leiter der Redaktion Rhein-Berg von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Bergischer Landeszeitung/Kölnischer Rundschau“. Bereits während des Studiums hat er als freier Journalist gearbeitet und nach dem Exame...

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Bereits Ende 2025 sollten die Schutzplanken montiert sein. Jetzt lautet das Ziel Ende 2026 – und selbst das formuliert Straßen NRW nur als Hoffnung. Dabei ist das Problem seit der Sanierung 2021 bekannt. Fünf Jahre, um Leitungen zu verlegen und einen zuvor vorhandenen Schutz wiederherzustellen, sind schlicht zu lang.

Erst der Tod vier junger Menschen im August 2025 brachte Bewegung in die Sache

Besonders bitter: Erst der Tod vier junger Menschen im August 2025 brachte Bewegung in die Sache. Niemand kann sagen, ob eine Leitplanke den Unfall verhindert oder seine Folgen gemildert hätte. Das ändert aber nichts an der Pflicht, bekannte Sicherheitsdefizite zügig zu beseitigen.

Mehr als 2000 Tempoverstöße seit September zeigen zudem, dass hohe Geschwindigkeiten im Dürschtal weiter ein Problem sind. Ein Tempo-50 -Schild kann eine Schutzplanke aber nicht dauerhaft ersetzen. Nach fünf Jahren darf es keine weitere Verzögerung geben. Die Leitplanke muss jetzt kommen. Nicht als Hoffnung bis Jahresende, sondern verbindlich.