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KürtenIm Tierheim ist immer etwas zu machen

4 min
Das Foto zeigt eine Katze

Auch Katzen haben im Tierheim eine Heimat gefundden

Besuch im Tierheim Kürten: Der Hundezwinger ist in jüngster Zeit saniert worden

Eigentlich hätten die Ehrenamtler vom Tierschutzverein Rhein-Berg in diesem Jahr etwas zu feiern gehabt. 20 Jahre ist es her, dass das Tierheim in Kürten-Weier eröffnet wurde, mit einem großen Festakt und vielen guten Wünschen der Unterstützer. Nach Jahren des Provisoriums am Standort im Kürtener Ortsteil Petersberg galt das neue Tierheim zunächst als Vorzeigeobjekt für den von zahlreichen Enthusiasten getragenen Verein. „Es ist ja hier immer etwas zu machen“, sagt Karla Brandenburg, heute die Vorsitzende des Verein. Manches sei damals nicht zu Ende gebaut worden, vor allem im Bereich der separaten Einliegerwohnung.

Auch im Bereich der Hundezwinger hatten sich schon vor Jahren Mängel gezeigt. „Wir haben in den vergangenen Monaten alles saniert und erneuert“, berichtet die Vorsitzende beim Rundgang durch den Hundebereich. Für den Verein ist das ein Meilenstein. Als die Tür zum Hundegang aufgeht, bemerken es die Vierbeiner direkt.

Die Vorsitzende Karla Brandenburg (l.) mit  Liane Ossenbach (Vorstandsmitglied)

Die Vorsitzende Karla Brandenburg (l.) mit  Liane Ossenbach (Vorstandsmitglied)

Mit freudigem Gebell werden die Besucher begrüßt, einige der 23 hier untergebrachten Hunde springen nach vorne und wollen sehen, was passiert. Unter anderem ist der Bodenbelag fachgerecht erneuert worden, in den Boxen und im Hundegang. Auch die Gitterstäbe sind neu, sie waren seit langem ein Gefahrenpunkt im Tierheim.

Jetzt sind die Hunde behütet untergebracht, mit ihren Pfoten können die Tiere nicht mehr in die Nachbarboxen geraten. Ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie aus Erlösen einer aus einem Nachlass aufgesetzten Stiftung sei alles finanziert worden, sagt die Vorsitzende. Sie ist sehr erleichtert, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt worden ist. „Nur der Quarantänebereich muss noch saniert werden“, erklärt Karla Brandenburg. Drei Boxen gibt es, sie werden für Tiere freigehalten, die die Ordnungsämter beschlagnahmt haben. Oder für vierbeinige Lieblinge, die noch nicht vollständig geimpft sind.

Große Hunde in kleinen Wohnungen

Der Australische Hütehund schaut jetzt neugierig in Richtung der Besucher. „Er braucht Auslauf“, sagt die Vorsitzende, aber er sei zunächst in einer kleinen Wohnung gehalten worden, absolut unpassend. Acht Wechsel habe es gegeben, ehe der Hütehund im Tierheim abgeben worden sei. „Das ist ein Hund, der viel Bewegung braucht, eigentlich muss er eine Schafherde hüten.“ Jetzt ist er aber erst einmal im Tierheim. So ein Tier könne nur an erfahrene Hundehalter gehen.

Es nehme leider zu, dass auffällige Hunde im Tierheim abgeben werden. Süße, kleine Schoßhunde gibt es nicht in der Kürtener Anlage. Es seien überwiegend große Tiere, die auch eine Vergangenheit hinter sich hätten, sagt Karla Brandenburg.

Kooperation mit Tierarztpraxis

Die Hunde würden oft eine lange Zeit im Tierheim verbringen. Leicht zu vermitteln sei keiner der Bewohner. Diese Situation sei ein großes Problem. Hinüber zu den Katzen. Neue Katzenboxen hat das Tierheim angeschafft. Die Wollknäuel nutzen die Boxen, wenn sie noch nicht vollständig geimpft sind. Quirliges Leben ist immer bei den Katzen, sie schauen neugierig hinüber oder wollen eine offenstehende Tür kurz für einen Ausflug nutzen. Aber das verhindert die Vorsitzende geschickt. Dass die neuen Boxen angeschafft werden konnten, sei ein Glücksfall für das Tierheim gewesen.

Auch hier gilt: Ohne Spenden und Mitgliedsbeiträge geht wenig. Eine angestrebte Unterstützung der Bethe-Stiftung aus Bergisch Gladbach sei leider wegen Versäumnissen des Tierschutzvereins bei Fristen nicht zustande gekommen, erklärt die Vorsitzende. Die Finanzierung der von den Kommunen in Obhut genommenen Tiere sei weiterhin nicht auskömmlich, noch ein Problem. Zwar gebe es die Pauschale von einem Euro pro Einwohner und Jahr. Aber die Kosten einer Behandlung könnten sehr schnell in die Tausende gehen.

Einliegerwohnung vermietet

Im Tierheim seien alle froh, dass die Kürtener Tierarztpraxis von Marc und Maren Walther eng begleite. Nach dem Projekt ist vor dem vor dem Projekt. Die Einliegerwohnung sei an eine Mitarbeiterin vermietet, sagt die Vorsitzende. Aber im Bereich des Seminarraums/Trödelraums und auch der Terrasse müsse etwas gemacht werden. Außerdem fehlten zwingend Sozialräume für die Mitarbeitenden. „Das Haus ist nie zu Ende gebaut worden, auch nicht unter den Vorgängern im Vorstand.“

Mit dem Odenthaler Gerd Kortschlag sei jetzt auch ein neuer zweiter Vorsitzender im Amt, der die Arbeit unterstütze. Kortschlag ist ein versierter Ehrenamtler, der auch durch seine Hilfstouren in die Ukraine über die Gemeinde Odenthal hinaus bekannt geworden ist.