Im Zuge der Rattenplage diskutiert die Kürtener Politik die Gelben Tonnen, auf die die Gemeinde ab 2029 umsteigen könnte.
Bürgerumfrage geplantDas Rattenproblem in Kürten verschärft die Debatte um die Gelben Tonnen

Besonders in den Ortslagen Weiden, Eichhof, Bechen, Spitze und im Kernort Kürten besteht das Rattenproblem. (Symbolbild)
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Die in Kürten um sich greifende Rattenplage ist nach Aussage von Bürgermeister Mario Bredow (parteilos) besonders in den Ortslagen Weiden, Eichhof, Bechen, Spitze und im Kernort Kürten besonders drängend. Das berichtete Bredow am Mittwochabend im Beirat für Abfallentsorgung. Der Bürgermeister richtete dabei den Blick auf die in der Gemeinde genutzten Gelben Säcke für Leichtverpackungen. Sie würden vom Wind oft beschädigt, der Inhalt lande in der freien Natur und unterstütze die Problematik mit den Ratten. Im Beirat appellierte Bredow an die Bürger, keine Essensreste liegen zu lassen und Rückzugsorte für Ratten im Blick zu halten.
Das Rattenproblem verschärft die Debatte um die Gelben Tonnen in der Gemeinde. Ab 1. Januar 2029 könnte die Kommune umsteigen von den Gelben Säcken auf Gelbe Tonnen. Doch die Dualen Systeme als Vertragspartner sehen das in Kürten für den Restmüll genutzte Wiegesystem kritisch. Dies ermuntere die Bürger, Restmüll absichtlich in Gelbe Tonnen einzufüllen, wo er nicht hineingehöre. Bei den leichten Gelben Säcken würden die Müllwerker dies beim Abholen der Tonnen aufgrund des schwereren Gewichts feststellen, und die falsch befüllten Säcke stehen lassen.
Bürgerumfrage will herausfinden, ob das Wiegesystem bleiben soll
Im Beirat fiel am Mittwoch keine Entscheidung zur Rückkehr der Gelben Tonne. In einer Bürgerumfrage soll die Gemeinde zunächst ermitteln, ob die Kürtener tatsächlich weiter am Wiegesystem festhalten wollen, der Beschluss fiel nach vorheriger Debatte und Vorschlägen von Werner Conrad (BfB) und Michael Becker (FDP) einstimmig. Der Wortlaut der Umfrage und das Prozedere wird nun ermittelt.
Gegen den Willen der Dualen Systeme können die Kürtener über den Bergischen Abfallwirtschaftsverband äußern, dass sie Gelbe Tonnen wünschen. Die Dualen Systeme müssen dieses Votum nicht akzeptieren und können den Klageweg beschreiten. Dann müsste das Verwaltungsgericht entscheiden. Der jetzige Vertragszeitraum läuft von 2026 bis 2028, mit der Festlegung auf die Gelben Säcke. Schon in den vergangenen Jahre hatten sich die Dualen Systeme gegen die Kombination Wiegen und Säcke ausgesprochen.
