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SchulsanierungKürten bereitet Vergabe von Prüf- und Planungsaufträgen vor

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Das sanierte Schulzentrum Kürten in einer Visualisierung

Das sanierte Schulzentrum Kürten in einer Visualisierung

Am Donnerstag (22. Januar) tagt in Kürten der Ausschuss für die Sanierung der Gesamtschule.

Neues im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung wird es am Donnerstag (17.30 Uhr, Bürgerhaus) kaum geben. Seit Herbst ruhen die Arbeiten auf der Baustelle am Schulzentrum Kürten, die Trennung vom Planungsbüro Pannhausen und Lindener ist hier die Ursache. Nur einige Vorarbeiten für Arbeiten auf dem Schulhof laufen in der Planung weiter. Im nichtöffentlichen Teil wird Kürtens Bürgermeister Mario Bredow (parteilos) aber so einiges zu erzählen haben.

Denn es geht um Wichtiges: Ein bislang nicht am Projekt beteiligtes Beratungsbüro soll beauftragt werden, um die Kosten der bis dato bei 124 Millionen Euro liegenden Schulsanierung zu überprüfen. Es geht um Einsparpotenziale und das große Ganze: Kann es sich die Gemeinde leisten, nach Fertigstellung der beiden Sporthallen (derzeit im Rohbau) direkt mit der Kernsanierung der Gesamtschulgebäude und deren teilweiser Erweiterung fortzufahren?

CDU hatte Baustopp beantragt

Die CDU-Fraktion hatte vor Weihnachten eine entsprechende Frage aufgeworfen und sogar einen Baustopp ins Spiel gebracht. Im politischen Raum, gemeinsam mit der Verwaltung, ist nun die Linie, erst einmal die Zahlen zu eruieren. Weitere Fachleute sollen – neben dem bereits engagierten Büro BMP – an Bord kommen, um Abläufe und Ausgaben zu durchleuchten.

Alles soll auf den Prüfstand kommen, das ist die Leitlinie. Im Ausschuss wird Bredow über die Vorbereitungen der Auftragsvergabe berichten. Zunächst muss eine juristisch einwandfreie Ausschreibung aufgesetzt werden, darüber will die Politik informiert werden. Bredow möchte auf Nachfrage nicht präziser werde, bestätigt aber, dass er im Ausschuss über die anstehende Ausschreibung informieren wird.

Abstimmung vor dem Sommer

Möglichst zügig soll sie dann auf dem Vergabemarktplatz der Kommunen veröffentlicht werden. Zeit ist Geld, das gilt besonders bei der Sanierung der Gesamtschule. Drei Monate Zeit sollen die Berater bekommen, um die Zahlen zu ermitteln. Entsprechend aufbereitet wird im Mai/Juni alles in die Politik wandern. Vor den Sommerferien soll eine große Abstimmung kommen: Weitermachen, stoppen, verschieben oder neu bauen, alles ist angesichts der gestiegenen Projektkosten vorstellbar.

Im ersten Schritt muss dafür die Ausschreibung auf den Markt. Das ist eines der Fachausschuss-Themen . Das zweite ist die Nachfolge des Planungsbüros. Die Ausschreibungsfrist ist beendet, im Kürtener Rathaus werden derzeit wohl Angebote bewertet und gewichtet. Anfang März, voraussichtlich am 6. des Monats, will die Verwaltung eine Auswahl aus den eingegangenen Bewerbungen treffen. Dieser Interessent wird nur die Zusage bekommen, die beiden Sporthallen (Sülztalhalle und Gymnastikhalle) planerisch vom Rohbau bis zur Fertigstellung zu begleiten.

Die Projektschritte an den Gesamtschulgebäuden stehen auf einem anderen Blatt, und zwar dem von der Politik. Erst nach Begutachtung der Planungssituation und der Kostenanalyse durch die Fraktionen könnte es weitergehen. Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Gesamtschule und ihren Wunsch nach einer Raumerweiterung.