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SchulsanierungVerwaltzung in Kürten schickt weitere Informationen an die Politik

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Das Foto zeigt die Sülztalhalle im Rohbau

Die Sülztalhalle Kürten wird saniert

Vor der entscheidenden Abstimmung zur Fortsetzung der Kürtener Gesamtschulsanierung gibt es weitere Berechnungen der Verwaltung

Hausaufgaben für die nächste Sitzung des Schulsanierungsausschusse am 1. Juli stehen in diesen Tagen für Bürgermeister Mario Bredow (parteilos), Geschäftsbereichsleiter Michael Advena, Kämmerer Sven Schmidt und Projektleiter Sebastian Miederhoff an. „Wir haben uns zusammengesetzt und gefragt, welche Informationen die Ausschusspolitiker noch benötigen“, sagt Kürtens Bürgermeister.

Dabei geht es um die Fortführung der Sanierung, im Status quo und in vier Modellvarianten. Unter anderem spielt ein Antrag der SPD-Fraktion zu den im Rathaus anfallenden Personalkosten eine Rolle. Dies werde die Verwaltung modellhaft einschätzen und in den bisherigen Kalkulationen ergänzen. „Wir hoffen, dass wir dies bis zum 1. Juli hinbekommen“, meint Bredow.

Fragen der Abschreibung

Angestrebt wird auch, den Politikern eine Vorzugsvariante anzubieten. Auch mit den bilanziellen Abschreibungen für das auf 124 Millionen Euro geschätzte Projekt befasst sich die Verwaltungsführung. Laut Bredow müssten die finanziellen Auswirkungen bei einem Neubau auf dem Schulgelände und bei Sanierung im Schulbetrieb über mehrere Jahre verglichen werden.

Mit einem Neubau werde ein neuer Wert geschaffen, bei einer Sanierung der Schulgebäude nicht. Weshalb in diesem Fall die Auswirkungen direkt in der Vermögensbilanz der Gemeinde zu spüren seien. Bei einem Neubau laufe die Abschreibung hingegen über fünf oder sechs Jahrzehnte.

Noch fehlen Informationen

Zur Situation eines möglichen Sportplatz-Neubaus könne die Gemeinde allerdings nicht bis zum 1. Juli alle Informationen liefern können. Wie berichtet, hatten die Planer als Idee aufgebracht, einen Schulneubau entweder auf dem Sportplatz an der Olpener Straßen oder im Steinbruch-Gelände nahe Waldmühle zu errichten.

Der Sportplatz liege im Eigentum der Katholischen Kirche, die Kommune habe einen Erbpachtvertrag zur langfristigen Nutzung, sagt Bredow. Für das Steinbruch-Gelände müsse mit einem dort ansässigen Tiefbauunternehmen gesprochen werden. Dieser Tiefbauer erwarb vor einigen Jahren die Fläche von der Kommune, die dort ihren Bauhof untergebracht hatte. Nach dem Bauhof-Neubau in Neuensaal entschied sich die Kommune, das alte Bauhofgelände zu verkaufen.

Genutzt als Lagerfläche

Der Tiefbauer nutzt die Parzelle seitdem als Lagerfläche. Nach der Vorberatung am 1. Juli liegt die Entscheidung über den Fortgang des größten je von der Kommune aufgesetzten Projekts bei den 38 Ratsmitgliedern plus Bürgermeister Bredow. In der als historisch einzuschätzenden Abstimmung im Gemeinderat am Mittwoch, 15. Juli (Bürgerhaus, 17.30 Uhr), wollen die Mitglieder den weiteren Weg der Schulsanierung festlegen.

Folgende Varianten liegen vor: Referenzvariante: Fortführung wie geplant mit Kernsanierung der Hauptgebäude in zwei Abschnitten für 124 Mio. Euro, 5 Jahre Bauzeit; Variante 1: Sanierung in einem Abschnitt: 129 Mio., 3,5 Jahre; Variante 2: Neubau am gleichen Standort mit Vollauslagerung: 133 Mio, drei Jahre; Variante 3: Neubau an einem anderen Standort in Schulnähe (Sportplatz oder Steinbruch) 116 Mio., 2,5 Jahre. Variante 4: Mindestsanierung: 117 Mio., 10 Jahre Bauzeit.