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UmgestaltungDie Offene Jugendarbeit Odenthal bringt mit der Renovierung Farbe ins Spiel

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Ein Raum mit roten und orangen Wänden, einem Tischkicker und Spiegeln an den Wänden.

Farbenfroh präsentieren sich die renovierten Räume der Offenen Jugendarbeit Odenthal am Standort Blecher.

Die Einrichtung in Blecher hat mit Lucy Bosch eine neue Leitung und wurde mit finanzieller Unterstützung des Kreisjugendamtes renoviert.

Die Offene Jugendarbeit Odenthal (Ojo) ist bunt. Das zeigt die Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen können, nun auch in ihren neugestalteten Räumen am Blumenweg in Blecher. Statt des bisherigen tristen grauen Anstrichs leuchten die Wände der Teestube nun in kräftigen Burgunderrot, das „Kaminzimmer“ kontrastiert in Königsblau, der Hauptraum strahlt sonnengelb und der Bastelraum leuchtet milchig hell.

„Wir haben unser Farbkonzept an den Tageszeiten ausgerichtet, zu denen die Räume genutzt werden“, erklärt die Sozialpädagogin Lucy Bosch die Generalüberholung der Zimmer. Hell für die Aktivitäten des Tages, dunkel und warme Töne zur abendlichen Entspannung. Bei der Renovierung, die im Sommer 2025 begann und zum Jahresende angeschlossen wurde und die das Kreisjugendamt finanziell unterstützte, wurde auch gleich das Mobiliar erneuert, wurden abgenutzte Sitzmöbel mit neuen Bezügen versehen und die Räume mit liebevollen Accessoires komplettiert.

Das Nachmittagsangebot ist für Kinder und Jugendliche kostenfrei

„Die Kinder haben vorher ihre Ideen und Wünsche benannt und auch bei der Umsetzung geholfen“, berichtet Bosch. Unstrittig war offensichtlich, dass man auf Tischkicker und Billardtisch nicht verzichten wollte und so ist das Haus weiterhin gut ausgestattet mit Spiel-, Sport- und Musikgeräten für die kreative Freizeitgestaltung.

Das Haus in Blecher, das von der Katholischen Jugendagentur geleitet wird, steht Kindern und jungen Menschen im Alter von acht bis 21 Jahren immer montags bis donnerstags von 16 bis 20 Uhr offen. 340 Kinder und Jugendliche habe man mit dem kostenfreien Ojo-Angebot in Blecher 2025 erreicht, sagt Ojo-Mitarbeiterin Patrizia Hansen, die auch mit dem Ojo-Express Treffpunkte von Kindern und Jugendlichen im Gemeindegebiet aufsucht.

Nachgefragt sind auch Karnevalsfeier und die Stadtranderholung

Besonders nachgefragt seien stets die Sonderveranstaltungen, etwa die Halloweenparty und die Karnevalsfeier, auch die Stadtranderholung in den Ferien sei immer schnell ausgebucht, freut sich Bosch. Neben dem bewährten Angebot will sie mit ihrem Team, das ab Februar vier Kräfte umfasst, auch neue Akzente setzen. Denn auch Lucy Bosch ist neu in der Leitung der Einrichtung. Sie hat die Nachfolge von Marc Munz angetreten, der nun nicht mehr beruflich zwischen Burscheid und Odenthal pendele, sondern wieder verstärkt im Megafon in der Nachbarstadt anzutreffen sei.

Eine junge Frau mit langen blonden Haaren lächelt in die Kamera.

Lucy Bosch ist die neue Einrichtungsleiterin der Offenen Jugendarbeit Odenthal. Schon vorher war die 25 Jahre alte Sozialpädagogin in Blecher tätig.

Lucy Bosch ist ausgebildete Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin und war schon ein Jahr lang als pädagogische Mitarbeiterin in der Ojo Blecher beschäftigt, bevor sie die Leitung der Einrichtung übernahm. Die 25-Jährige war zuvor in Wermelskirchen und anschließend am Gymnasium Odenthal in der Übermittagsbetreuung tätig.

Der Thal Stop im Dhünntalstadion bleibt eine Baustelle

Eine besondere Baustelle werde die Situation am Thal Stop werden, meint Bosch. Hier am Dhünntalstadion hat die Ojo ihre zweite Niederlassung, bisher provisorisch in einem Container untergebracht. Daraus soll einmal ein festes Haus werden, das ist politisch beschlossen. Aber mit der Entscheidung der Gemeinde Odenthal, zunächst die Unterrichtscontainer für die im Bau befindliche Grundschule am Sportplatz aufzubauen, könnte sich das Projekt verzögern.

Doch Lucy Bosch schaut eher auf die positiven Möglichkeiten, die sich dadurch bieten und will das Ojo-Angebot am Dhünntalstadion darauf ausrichten: „Es ist eine Chance, die Kinder aus den Schulen an uns zu binden.“