Der Rheinisch-Bergische Kreis und die Gemeinde Odenthal sollten das prestigeträchtige EU-Kulturerbe-Siegel für Altenberg nachhaltig sichern.
KommentarKlostermarkt als Teil von „Cisterscapes“ darf nicht nur privat geschultert werden

Der 1. Altenberger Klostermarkt zog 2025 viele Besucher an. Das Angebot orientierte sich am Leben der Zisterzienser im Mittelalter.
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Traditionen leben von wiederkehrenden Ereignissen. Dass der Klostermarkt Altenberg sich die Chance bewahrt, zur Tradition zu werden, das hat er privatem Engagement zu verdanken.
Verschönerungs-und Kulturverein Altenberg sowie private Spender springen da ein, wo die öffentliche Hand in diesem Jahr leider kein Geld mehr bereithält. Der Einsatz von Menschen vor Ort bewahrt so den mittelalterlichen Klostermarkt davor, abrupt als Eintagsfliege zu enden.
Der Klostermarkt sichert auch das Europäische Kulturerbe-Siegel
Das ist umso wichtiger, weil das Fest rund um das Leben der Zisterzienser nicht irgendein beliebiger Mittelaltermarkt sein soll, sondern Teil des Cisterscapes-Projektes. Als öffentliche Veranstaltung kann der Klostermarkt eine Breitenwirkung entfalten, von der alle anderen Vorhaben zur Weiterentwicklung des Erbes der Zisterzienser profitieren.
Und nur dadurch sichert man sich langfristig das Europäische Kulturerbe-Siegel, die höchste kulturelle Auszeichnung, die die EU zu vergeben hat. Und man verhindert, dass das Siegel eines Tages wieder aus Altenberg verschwindet.
Diese Verantwortung sollten Rheinisch-Bergischer Kreis und Gemeinde Odenthal in den nächsten Jahren nicht ausschließlich privaten Schultern aufbürden. Denn ein kleiner Markt hilft dabei, ein großes, mühsam erreichtes Ziel zu bewahren.

