Aus dem Parkhotel kommt ein neues Buch mit drei Touren durch Oberberg und die Umgebung. Das frische Angebot findet bereits großen Anklang.
Tourismus„Roadbook“ aus Nümbrecht schickt Oldtimer-Fans entspannt in bergisches Grün

Seit etwa einem Jahr ist Manfred Bestgen Geschäftsführer des Parkhotels in Nümbrecht. Jetzt hat der Besitzer eines Mercedes 320 SL an einem Freizeitführer für Liebhaberinnen und Liebhaber von Oldtimern mitgeschrieben.
Copyright: Jens Höhner
Natürlich wird‘s unterwegs auch mal rubbelig. Und manche Kurve verlangt etwas mehr Fingerspitzengefühl. Hier geht es etwas steiler bergauf, da aber wieder sanft hinunter ins nächste Tal. Immer wieder belohnen jedoch malerische Ausblicke und weite Panoramen die kleinen Mühen am Lenkrad.
Wenn das Nümbrechter Parkhotel seine Gäste heute ins Grüne schickt, dann meint es das Team um Direktor Ralf Schurz und Geschäftsführer Manfred Bestgen immer gut: Sie haben drei bequeme Routen entworfen, die Oldtimer-Freundinnen und Oldtimer-Freunde das Bergische Land von seinen schönsten Seiten zeigen. Vor gut einem Monat, zu Beginn der neuen Urlaubssaison, ist das „Roadbook“ (Auflage: 500 Stück) erschienen, das vom Rezeptionstresen direkt mitten ins Bergische führt.

Der Vorländerhof in der Ortschaft Benroth kann eine Station sein auf der neuen „Fachwerk-Rallye“ durch die Schlossgemeinde Nümbrecht.
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„Auf die Idee dazu hat uns ein Gast gebracht, der hier war, um an der Ausfahrt ‚Rund um Nümbrecht‘ des Motorsportclubs Nümbrecht teilzunehmen“, erinnert sich Bestgen, der selbst einen Oldie sein Eigentum nennt: Der 58-Jährige schwingt sich in seiner Freizeit gern in einen Mercedes 320 SL, Baujahr 1993, und genießt Luft und Landschaft bei offenem Dach.
„Hier bei uns lockt doch hinter jeder Kurve gleich die nächste tolle Aussicht“, ergänzt Direktor Schurz, der aus Bonn kommt und als Motorradfahrer ebenfalls weiß, wovon er spricht. Sollten die Oldtimer-Pakete gut laufen, so könne man sicher überlegen, auch für andere Hobbys solche Touren zu entwerfen.
Denn Profis sind nicht gefragt. Muss man bei Orientierungsfahrt etwa kryptische Hieroglyphen enträtseln, so gibt es im „Roadbook“ die üblichen und vor allem präzisen Richtungsangaben. „Man sollte aber zu zweit im Auto sitzen“, rät Bestgen. Drei Monate und viel Hirnschmalz habe die Arbeit daran gedauert.
Die „Pan-Ober-Bergica“ ist mit 175 Kilometern die längste Strecke im neuen „Roadbook“ aus Nümbrecht
Mit einer Strecke von rund 175 Kilometern und acht Etappen mit Längen zwischen drei und 55 Kilometern, darunter vier Talsperren, ist die „Pan-Ober-Bergica“ die längste der drei Ausfahrten, entstanden ist diese in Kooperation mit der Touristinfo des heilklimatischen Kurorts Nümbrecht.
Die Zeit dafür beziffern die Hotelkräfte auf etwas mehr als drei Stunden, einen ganzen Tag sollte man dafür einplanen. „Denn unterwegs sollte man sich ja auch mal die Beine vertreten und aussteigen“, betont der gebürtige Derschlager und heutige Nümbrechter Bestgen. Die „Pan-Ober-Bergica“ ist ein Rundkurs, der nicht nur durch Oberberg führt, sondern auch zu anderen bergischen Orten, an den Altenberger Dom etwa und die Große Dhünntalsperre.
In der Ortschaft Benroth entdeckt sogar der Touren-Autor Bestgen etwas Neues
Wer dagegen lieber fährt, selten aussteigt, der findet mit dem knapp 74 Kilometer langen „Bröltal-Circuit“ das richtige Angebot (acht Etappen zwischen 3,8 und 21,3 Kilometer, eine Stunde und 15 Minuten).
Und wer lieber in der Nähe des Parkhotels seine Runde dreht, der startet zur „Fachwerk-Rallye“: Auf fast 52 Kilometern geht es weniger als anderthalb Stunden und in sechs Etappen durch Nümbrechter Dörfer und Waldbröler Weiler: Unterwegs tritt Manfred Bestgen immer wieder auf die Bremse, weil er selbst etwas Neues entdeckt hat: In Benroth zum Beispiel und dort am Vorländerhof, dem Haupthaus der früheren Ledergerberei.
„Ich bin in einer Autowerkstatt groß geworden, Autos sind meine Leidenschaft“, erklärt der Geschäftsführer. Büschhof, Hömel, Haan, Loch, Harscheid und eben Benroth, Geringhausen und Lindscheid mit der Saftkelterei Weber, das sind weitere Stationen unterwegs, die Oberberger vielleicht an den „Autofreien Sonntagen“ erleben, aber die Gästen von auswärts verborgen bleiben. Aber das kommt bereits an: „Die Zahl der Buchung dieser Oldtimer-Pakete hat uns sehr überrascht“, bekennt Bestgen, der selbst mitten in der Schlossgemeinde lebt.
Die ist übrigens in der Zeit vom 9. bis 12. Juli 2026 das Ziel deutscher Alfa-Spider-Clubs: Dort erwartet werden rund 200 Teilnehmende mit mindestens 120 Fahrzeugen.
